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Überwachsende Pflanzen zum Nachbargrundstück müssen gekappt werden

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Urteil: Zu hohe Gartenpflanzen müssen gekappt werden

05.04.2013, 13:26 Uhr | t-online.de

Überwachsende Pflanzen zum Nachbargrundstück müssen gekappt werden. Zu hohe Gartenpflanzen müssen gekappt werden.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zu hohe Gartenpflanzen müssen gekappt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Immer wieder sorgen Pflanzen, die an der Grenze zum Nachbargrundstück wachsen, für Ärger. So können Gewächse, die zu groß werden und hinter dem Sichtschutz zum angrenzenden Garten hervor lugen, zum Problem werden. Denn in diesem Fall hat der Nachbar einen Anspruch darauf, dass die Pflanzen beschnitten werden, wie das Amtsgericht München entschieden hat.

Um mehr als 20 Zentimeter überragt

Im konkreten Fall (Az: 173 C 19258/09) handelte es sich um mehrere Eiben und Thujen, die einen blickdichten Zaun an der Grenze zum Grundstück des Nachbarn um mehr als 20 Zentimeter überragten. Dabei drehte es sich nicht darum, dass die Pflanzen über das angrenzende Grundstück herübergewachsen sind.

Schatten und Nadeln auf anderem Grundstück

Ein Sachverständiger habe überzeugend dargelegt, dass von den Pflanzen Beeinträchtigungen des Nachbargrundstücks ausgehen. So warfen die Pflanzen Schatten und ließen zumindest bei Wind auch ihre Nadeln auf das andere Grundstück fallen, was zu einer Beeinträchtigung der Bodenqualität führen kann, heißt es im Urteil.

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Nur auf Höhe der Schutzwand

Für das Gericht stand deshalb fest, dass die Pflanzen beschnitten werden müssen. Wie es in dem Urteil heißt, habe der Kläger aber nur Anspruch darauf, die Pflanzen auf die Höhe der Schutzwand zurückzuschneiden.

Auch Wurzeln müssen entfernt werden

Der Garteneigentümer wurde auch verpflichtet, Wurzeln, die auf das Grundstück des Nachbarn hinüberwachsen, zu beseitigen. Grund dafür ist, dass durch die Wurzeln eine Bodenplatte sowie ein Torpfosten auf dem Nachbargrundstück angehoben worden seien. Die geplante Errichtung einer Terrasse im Garten sei dadurch nicht möglich.

 
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