02.08.2013, 13:10 Uhr | AFP, dpa, t-online.de
In Deutschland haben nach Angaben des Hilfsverbandes BAGW hundertausende Menschen keine Wohnung - die Tendenz ist sogar steigend. Nach 284.000 Wohnungslosen im vergangenen Jahr sei bis zum Jahr 2016 eine Zunahme auf 380.000 Menschen zu erwarten, teilte die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) in Berlin mit.
Ursachen sind nach Ansicht des Verbandes "extrem" gestiegene Mietpreise, eine zunehmende Verarmung unterer Einkommensgruppen, ein unzureichendes Angebot an preiswertem Wohnraum sowie Fehlentscheidungen bei Hartz-IV-Fällen.
Die Zahl der Kinder und minderjährigen Jugendlichen, die mit ihren Eltern nicht in einer eigenen Wohnung leben, schätzt die BAG W auf rund 32.000. Demnach haben zudem viele Hartz-IV-Empfänger unter 25 Jahren ihre Wohnung verloren, weil ihnen als Sanktionierungsmaßnahme die Kostenerstattung für ihre Wohnung gestrichen wurde. "Das halten wir für verfassungswidrig", sagte Specht. Bei den meisten Wohnungslosen handelt es sich nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft um alleinstehende Männer.
Die Zahl der Obdachlosen, also derer, die ohne jede Unterkunft auf der Straße lebten, sei zwischen 2010 und 2012 um zehn Prozent auf rund 24.000 geklettert. Als wohnungslos gelten auch Menschen, die in kommunalen Notunterkünften oder vorübergehend bei Freunden oder auf Campingplätzen unterkommen. Jeder zehnte Wohnungslose sei minderjährig, drei Viertel der betroffenen Erwachsenen seien Männer.
Das wahre Ausmaß dürfte noch größer sein, hieß es. Alle Zahlen seien Schätzungen, da es keine bundeseinheitliche Statistik gebe. Die BAGW fordert unter anderem eine Mietpreisbremse sowie verbindliche Kriterien zur Festlegung der Mietobergrenzen.
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Auch andere Zahlen belegen eine steigende Wohnungsnot in Deutschland: Eine Studie des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hat ergeben, dass sieben Prozent aller Deutschen (etwa fünf Millionen Menschen) in beengten Wohnverhältnissen leben: Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, verfügten vor allem Personen mit geringem Einkommen über zu wenige Räume in ihrer Wohnung.
Nach Angaben von Destatis war die Überbelegungsquote bei armutsgefährdeten Menschen mit einem Anteil von 20 Prozent fünf Mal höher als bei besser verdienenden Menschen (vier Prozent). Als armutsgefährdet gilt, wer im Monat maximal 952 Euro zur Verfügung hat.
02.08.2013, 13:10 Uhr | AFP, dpa, t-online.de
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