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Durchschnittseinkommen: Das verdienen die Deutschen

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Durchschnittseinkommen: Das verdienen die Deutschen

25.07.2008, 12:29 Uhr | bab, AFP, dpa, t-online.de

So viel verdienen die Deutschen (Foto: Archiv)So viel verdienen die Deutschen (Foto: Archiv) Erhebungen zu Einkommen und Löhnen werden in Deutschland regelmäßig veröffentlicht. In festgelegten Abständen teilen die Mitarbeiter des Statistischen Bundesamtes mit, was Beschäftigte in den einzelnen Zweigen der Wirtschaft für ein Durchschnittseinkommen haben. Nun wurde zum ersten Mal ein breiter Vergleich aufgeschlüsselt nach insgesamt 170 Berufsgruppen erstellt.

Überblick - Das verdienen die Deutschen
Überblick - Das verdienen die DAX-Bosse

Betrachtung nach Wirtschaftsbereichen bekannter

In der Bevölkerung am bekanntesten sind die Durchschnittslöhne der Wirtschaftsbereiche, die regelmäßig durch das Bundesamt veröffentlicht werden - zuletzt im Juni dieses Jahres für das erste Quartal 2008. Wie den Daten zu entnehmen ist, werden die höchsten Löhne im Kredit- und Versicherungsgewerbe gezahlt (56.218 Euro), die niedrigsten in der Landwirtschaft (18.576 Euro). Der in dieser Statistik ermittelte Bruttolohn von jährlich 40.368 Euro für das Produzierende Gewerbe wird angesichts des hohen prozentualen Anteils von über sechs der vierzig Millionen deutschen Arbeitnehmer in diesem Bereich oft fälschlicherweise als Durchschnittslohn zitiert.



A wie Architekt bis Z wie Zimmermann

Über den Durchschnittsverdienst in einzelnen Berufen gibt die Quartalsstatistik jedoch keine Auskunft. Mit der jüngst veröffentlichten "Verdienststrukturerhebung 2006" wird diese Lücke geschlossen. Die Studie greift dabei jedoch auf ältere Daten aus dem Jahr 2006 zurück. In der europaweit nach einheitlichen Standards durchgeführten Erhebung wurden zum ersten Mal abhängig Beschäftigte nicht mehr getrennt nach Arbeitern und Angestellten erfasst. Befragt wurden laut Angaben des Amtes rund 34.000 Betriebe mit insgesamt über drei Millionen Arbeitnehmer-Angaben zu Verdiensten und Arbeitszeiten im Jahr 2006. Von Architekten bis Zimmerleuten ergibt sich so ein klares Bild der Löhne und Gehälter in Deutschland.

Friseure verdienen am wenigsten

Den höchsten Bruttojahresverdienst differenziert nach Berufen – Selbstständige und Beamte werden nicht erfasst – erzielten im Jahr 2006 Geschäftsführer und Geschäftsbereichsleiter mit 92.556 Euro. An zweiter Stelle lagen Rechtsvertreter und Rechtsberater mit 82.135 Euro, gefolgt von Luftverkehrsberufen mit 77.796 Euro und Unternehmensberatern mit 76.172 Euro. Ebenfalls sehr hohe Bruttojahresverdienste erhielten angestellte Ärzte (75.895 Euro) sowie Chemiker und Chemieingenieure (75.533 Euro). Den niedrigsten Verdienst 2006 hatten Friseure mit 15.787 Euro. Andere Berufe mit sehr niedrigen Bruttojahresverdiensten waren Wäscher und Plätter (20.629 Euro), Glasreiniger und Gebäudereiniger (21.414 Euro), Raumpfleger (21.779 Euro), Hauswirtschaftliche Betreuer (21.951 Euro) sowie Fleisch- und Wursthersteller (23.333 Euro).



Durchschnittslohn nach Bundesländern

Eine weitere Analyse erstellt der Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, der dazu die Durchschnittsbruttolöhne und -gehälter heranzieht und mit der Zahl der Arbeitnehmer multipliziert. Ermittelt wird hier der jährliche Durchschnittslohn pro Bundesland, der den aktuellen Daten zufolge in Mecklenburg-Vorpommern am niedrigsten ist: Arbeitnehmer bringen dort im Schnitt 20.773 Euro Bruttolohn im Jahr nach Hause, wie aus den aktuellen Hochrechnungen des Arbeitskreises hervorgeht.

Hamburg ist Spitzenreiter

In absoluten Zahlen betrachtet ist Hamburg mit einem jährlichen Bruttolohn von 31.506 Euro der Spitzenreiter. Zu den Bundesländern mit Spitzenverdiensten zählten auch Hessen (29. 920 Euro), Baden-Württemberg (29.617 Euro) und Bayern (28.401 Euro). Der bundesweite Durchschnitt lag bei 27.083 Euro. Die starken Differenzen erklären sich größtenteils durch regionale Unterschiede in der Wirtschaftsstruktur. So finden sich Standorte wie Hamburg oder hessische Rhein-Main-Region in vielen Erhebungen zur Wirtschafts- und Kaufkraft auf den vorderen Plätzen. Entsprechend hoch sind die Löhne.

Der Inflation ein Schnippchen geschlagen

Aus der Erhebung wird zudem deutlich, dass die Löhne im Jahr 2007 über alle Bundesländer hinweg so stark gestiegen sind wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Im Schnitt betrug der Zuwachs bundesweit 3,2 Prozent, nach einem Plus von 1,5 Prozent im Jahr 2006 und einem Minus 0,2 Prozent im Jahr 2005. Die Daten reichen bis ins Jahr 1991 zurück. Durch den hohen Anstieg konnten Arbeitnehmer der Inflation seit langem einmal wieder ein Schnippchen schlagen. In den Jahren davor hatten Preissteigerungen das Plus auf der Lohnabrechnung aufgezehrt.

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