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Knigge: Bei der Arbeit im Ausland lauern viele Fettnäpfchen

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Karriere im Ausland: Vorsicht, Fettnäpfchen!

25.02.2011, 12:09 Uhr | Tobias Schormann, dpa / t-online.de/business, dpa

Karriere im Ausland: Vorsicht, Fettnäpfchen!. Wer im Ausland arbeitet, muss sich auf die lokalen Etiketteregeln einlassen. (Foto: Archiv)

Wer im Ausland arbeitet, muss sich auf die lokalen Etiketteregeln einlassen. (Foto: Archiv)

Wer beruflich im Ausland durchstarten will, sollte sich gut vorbereiten, um im Joballtag nicht dauernd in Fettnäpfchen zu treten. Denn was in Deutschland ganz normal und üblich ist, kann Kollegen oder Geschäftspartner anderer Nationen irritieren oder schlimmstenfalls sogar vergraulen. Mit den folgenden Tipps sind Sie immer auf der richtigen Seite.

"How are you?" nur eine Begrüßungsfloskel

Häufig fingen die Missverständnisse schon bei der Begrüßung an, erklärt Iris Barnert von der Firma Intercultconsult. "In England zum Beispiel fragt man zur Begrüßung 'How are you?'", so die Expertin für interkulturelle Kommunikation. Viele machten den Fehler, das wörtlich in die Frage "Wie geht es Dir?" zu übersetzen. Sie fassten dies als Aufforderung auf, etwas Persönliches zu erzählen. Dabei wolle der andere das gar nicht hören.

"Einige Deutsche antworten dann: 'Ach ja, geht so, ich hab' nicht so gut geschlafen, und gestern ist auch noch der Hund von meiner Oma gestorben.'", meint Barnert. So etwas komme bei englischen Geschäftspartnern oder Kollegen aber komisch an. Denn ihre Frage zur Begrüßung sei eine reine Floskel - und man beantworte sie auch mit einer Floskel.

In England sollten Bewerber nicht die Hand schütteln

"Man sagt einfach nur 'Fine, thank you'", betont die Kommunikationsspezialistin. Übersetzt lautet die richtige Antwort also schlicht: "Gut, danke." In Großbritannien sei es auch nicht üblich, sich zur Begrüßung die Hand zu schütteln, warnt Barnert. Bewerber sollten daher bloß nicht mit ausgestrecker Hand auf den Personaler zulaufen - das mache keinen guten Eindruck.

Engländer lieben ausführlichen Small Talk

Wichtig ist in England, Amerika und Asien auch, die Kunst des Small Talks zu beherrschen. Fünf bis zehn Minuten sollten Sie den Experten zufolge für ein Schwätzchen zu Beginn des Gesprächs einplanen - auch am Telefon. "Die Engländer können das stundenlang", sagt Barnert. Dort liefen solche Gespräche aber etwas anders ab als in Deutschland. Hierzulande überbrücken Berufstätige die gemeinsame Fahrt im Aufzug etwa mit einer Bemerkung zum Wetter - das ist ein eher inhaltsloses Gespräch.

"Das sind alles kleine Geschichten, die sich ergänzen"

In England müssen Small Talker schon etwas mehr zu erzählen haben. "Das sind alles kleine Geschichten, die sich ergänzen", erläutert Barnert. Der eine erzähle von einer Reise nach Köln, der andere wisse etwas über den Kölner Dom. Der Erste sage dann etwas zu einer anderen Kirche und der Zweite, dass es dazu eine gute Seite im Internet gebe. Berufstätigen entginge viel, wenn sie sich auf dieses vermeintliche Geplänkel nicht einlassen. "Da fließen ganz viele Informationen", lautet Barnerts Tipp. Oft erfahre man so an der Kaffeemaschine viel mehr als in einem Meeting.

Visitenkarten ausreichend würdigen

In Asien begehe einen klassischen Fauxpas, wer die Visitenkarte des anderen nicht genügend würdige, betont Etikette-Trainerin Imme Vogelsang aus Hamburg. "Visitenkarten immer mit beiden Händen annehmen, nicht achtlos in die Tasche stecken, sondern in Ruhe studieren. Alles andere ist mangelnde Wertschätzung", empfiehlt die Fachfrau. Eine Todsünde sei es, etwas in Anwesenheit des anderen auf der Karte zu notieren. Allergisch reagieren Personaler in Fernost demnach auch, wenn Bewerber ihnen zu nahe kommen. "Niemals Asiaten anfassen oder am Ärmel zupfen! Auch damit ist man sofort unten durch", so Vogelsang.

Keine hellblauen Hemden in Russland

Nicht zuletzt können Deutsche bereits mit ihrer Business-Kleidung schnell daneben liegen. "In Russland zum Beispiel sind im Geschäftsleben hellblaue Hemden tabu, da Homosexuelle die 'Hellblauen' genannt werden", ergänzt Benimm-Profi Vogelsang. Weltweit gelte bei der Kleiderwahl: "Der typische Business-Anzug ist dunkelblau oder dunkelgrau."

Frauen müssten außerdem stets Strümpfe im Geschäftsleben tragen - "auch bei 38 Grad im Schatten". Einzig in Australien gelte eine Ausnahme von dieser Regel. In Asien wiederum stehe die Farbe Weiß für den Tod. Daher sei weiße Kleidung für Bewerber tabu - außer beim Oberhemd oder der Bluse unter dem Anzug oder dem Kostüm.

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