Startseite
  • Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Jobs >

    Privates Surfen am Arbeitsplatz führt nicht zur Kündigung

    ...
    t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

    Keine fristlose Kündigung nach privatem Surfen

    31.10.2011, 12:31 Uhr | dpa-tmn, dpa-tmn

    Privates Surfen am Arbeitsplatz führt nicht zur Kündigung. Eine Abmahnung ist in Ordnung - fristlose Kündigung aber nicht (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

    Eine Abmahnung ist in Ordnung - fristlose Kündigung aber nicht (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

    Privates Surfen kann im Arbeitsleben schnell den Job kosten. Das geschieht allerdings nicht automatisch. Ein Arbeitnehmer klagte gegen seine fristlose Kündigung und gewann - eine Abmahnung, so befanden die Richter, tut's eben manchmal auch.

    Nur exzessives privates Surfen im Netz während der Arbeitszeit rechtfertigt eine fristlose Kündigung. Nutzt ein Arbeitnehmer das Netz in einem Zeitraum von sieben Wochen an zwölf Tagen rund eine Stunde täglich privat, so reicht dies nicht für eine fristlose Kündigung aus. Das entschied das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht (Az.: 18 LP 15/10), wie die Deutsche Anwaltauskunft mitteilt.

    Privat am Arbeitsplatz gesurft

    Der Hausmeister einer Schule war zur Hälfte für eine Personalratstätigkeit freigestellt. Sein Arbeitgeber warf ihm vor, auf dem in der Hausmeisterloge aufgestellten Computer viel privat gesurft zu haben und wollte ihm fristlos kündigen. Der Personalrat verweigerte jedoch die Zustimmung zur Kündigung. Das Verwaltungsgericht Hannover ersetzte sie daraufhin. Das Niedersächsische Oberverwaltungsgerichts lehnte wiederum im Beschwerdeverfahren die Ersetzung der Zustimmung ab.

    Anzeige 
    Traum-Job finden

    Finden Sie passende Stellenangebote. Jobsuche starten

    Eine fristlose Kündigung ohne vorherige Abmahnung sei bei einer exzessiven privaten Nutzung des Internets während der Arbeitszeit zwar möglich, so die Richter. Das liege hier aber nicht vor. Teilweise sei der private oder dienstliche Charakter der aufgerufenen Seiten nicht eindeutig zu klären. Teilweise surfte der Mann zu privaten Zwecken außerhalb der zu leistenden Arbeitszeit. Der Mann sei außerdem bereits viele Jahre bei demselben Arbeitgeber beschäftigt, ohne dass sein dienstliches Verhalten je formell beanstandet worden sei. Eine Abmahnung hätte daher ausgereicht.

    Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
    Neue Kommentare laden
    Leserbrief schreiben

    Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

    Name
    E-Mail
    Betreff
    Nachricht

    Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

    Artikel versenden

    Empfänger

    Absender

    Name
    Name
    E-Mail
    E-Mail
    Anzeige
    Video des Tages
    Das tat weh! 
    Rutsche Marke Eigenbau wird ihm zum Verhängnis

    In einer scharfen Kurve wirft es den Mann aus der Anlage. Video


    Shopping
    tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

    Anzeige
    shopping-portal