18.10.2012, 11:34 Uhr | dpa
Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda ist nach eigenen Angaben von einem deutschen mutmaßlichen Anlagebetrüger um 100.000 Euro gebracht worden. Er sei nie zuvor derartig betrogen worden, klagte Lauda im Prozess gegen den Gründer der gescheiterten Money Service Group (MSG) in Liechtenstein.
Der Ex-Rennfahrer ist längst nicht der einzige Geschädigte. Die Staatsanwaltschaft wirft MSG-Besitzer Michael Seidl in 44 Fällen vor, Anleger um mehr als 30 Millionen Euro geprellt zu haben - unter ihnen Prominente des Sportmarketings in Österreich. Der Angeklagte soll für seine Betrügereien das Liechtensteiner Stiftungssystem missbraucht haben.
Nach Darstellung Laudas hatte Seidl ihm 1,2 Millionen Euro pro Jahr dafür versprochen, dass er in der Öffentlichkeit stets eine Mütze mit dessen Firmenlogo trägt. Tatsächlich war Lauda einst oft mit der MSG-Mütze zu sehen.
Ihm wurde aber nur die erste Rate von 400.000 Euro überwiesen. Danach habe er von Seidl nur noch E-Mails mit der Aufforderung bekommen, Millionensummen in Fonds zu investieren, berichtete der 63-jährige Österreicher. Lauda legte schließlich 500.000 Euro an, von denen nichts mehr übrig ist.
Quelle: dpa
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