01.07.2013, 07:07 Uhr | dpa, AFP
In Deutschland beantragen Millionen sozial schwache Menschen keine Hartz-IV-Leistungen, obwohl sie Anspruch darauf hätten. Als mögliche Gründe nennt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer aktuellen Studie Unwissenheit, Scham oder eine nur sehr geringe zu erwartende Leistungshöhe oder -dauer, wie der Berliner "Tagesspiegel" berichtet.
Nach aktuellen Simulationsrechnungen des IAB für das Bundesarbeitsministerium leben in Deutschland demnach zwischen 3,1 und 4,9 Millionen Menschen in verdeckter Armut. Das heißt, dass sie kein Hartz IV beantragen, obwohl sie wegen geringen Einkommens oder Vermögens Anspruch darauf hätten. Umgerechnet verzichten demnach zwischen 34 und 44 Prozent der Berechtigten auf die staatliche Unterstützung, also mehr als jeder dritte.
"Angesichts der entwürdigenden Prozeduren auf den Jobcentern ist es kein Wunder, dass Millionen auf Leistungen verzichten", sagte die Linken-Vorsitzende Katja Kipping der Zeitung. "Die Abschreckung durch Diskriminierung spart dem Staat pro Jahr mindestens 20 Milliarden Euro". Kipping forderte eine bedarfsdeckende Mindestsicherung ohne Sanktionen anstelle von Hartz IV. Das IAB ist die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit.
01.07.2013, 07:07 Uhr | dpa, AFP
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