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Pierre Wauthier soll Vorwürfe gegen Josef Ackermann erhoben haben

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Nach Freitod von Top-Manager

Zurich: Finanzchef hinterließ Abschiedsbrief

30.08.2013, 17:44 Uhr | AFP, dpa, t-online.de, rtr

Zurich-Finanzchef Pierre Wauthier hat nach Einschätzung der Polizei Selbstmord begangen (Quelle: dpa/Reuters)

Zurich-Finanzchef Pierre Wauthier hat nach Einschätzung der Polizei Selbstmord begangen (Quelle: dpa/Reuters)

Die Schweizer Polizei hat keine Zweifel mehr, dass der Finanzvorstand des Versicherungskonzerns Zurich, Pierre Wauthier, sich selbst getötet hat. Das Unternehmen indes will die Umstände des Selbstmords weiter untersuchen. Inzwischen ist offenbar ein Abschiedsbrief des 53-Jährigen aufgetaucht, der sich auch um Wauthiers Verhältnis zu Josef Ackermann drehen soll.

Stand Wauthier unter starkem Druck?

"Der Verwaltungsrat sieht es als seine Hauptverantwortung an, der Frage nachzugehen, ob unser Finanzchef unter ungerechtfertigtem Druck stand", sagte der amtierende Zurich-Präsident Tom de Swaan in einer Telefonkonferenz für Analysten.

Abschiedsbrief gefunden

De Swaan bestätigte, dass bei Wauthier ein Abschiedsbrief gefunden wurde und es darin auch um das Verhältnis zwischen dem Finanzchef und dem mittlerweile von seinen Ämtern zurückgetretenen Josef Ackermann gehe. Auf den Inhalt des Schreibens ging er nicht weiter ein.

Die Schweizer Zeitung "Tages Anzeiger" berichtete, Wauthier habe in seinem Abschiedsbrief Vorwürfe gegen Ackermann erhoben. Er habe sich von diesem unter Druck gesetzt gefühlt, schrieb die Zeitung unter Berufung auf eine Quelle im Umfeld des Verstorbenen.

Ackermann selbst hatte nach dem Selbstmord Wauthiers seinen Posten als Zurich-Verwaltungsratschef niedergelegt. Er hatte zudem angedeutet, dass die Hinterbliebenen ihm Vorwürfe machen, am Tod des Kollegen mitschuldig zu sein.

Konzernchef bestätigt Geschäftsstrategie

Konzernchef Martin Senn erklärte indes, es gebe keine Verbindung zwischen den jüngsten Nachrichten und der finanziellen Performance des Unternehmens. An der Finanzberichterstattung von Zurich sollte es keinen Zweifel geben. Der Konzern werde an seiner Geschäftsstrategie festhalten, sagte Senn.

Polizei hat keine Zweifel an Selbstmord

Für die Polizei ist der Tod Wauthiers "im Prinzip abgeschlossen", wie ein Sprecher der Kantonspolizei Zug erklärte. Es stünden zwar noch einige Resultate der chemischen und toxikologischen Untersuchung aus, aber grundsätzlich werde sich an der Selbstmordthese nichts mehr ändern.

30.08.2013, 17:44 Uhr | AFP, dpa, t-online.de, rtr

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