Startseite
Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Jobs > Gehaltsumfrage >

Schweizer stimmen gegen Manager-Gier

...

Volksentscheid

Schweizer stimmen gegen Manager-Gier

03.03.2013, 17:23 Uhr | dpa

Schweizer stimmen gegen Manager-Gier. Die Schweizer Wirtschaft wehrt sich gegen eine Initiative zur Deckelung der Managergehälter (Quelle: dpa)

Die Schweizer Wirtschaft wehrt sich gegen eine Initiative zur Deckelung der Managergehälter (Quelle: dpa)

 

In der Schweiz gibt es wohl bald ein Gesetz gegen Manager-Gier. Allzu üppige Managergehälter sollen per Gesetz gekappt werden, entschieden die Eidgenossen per Volksentscheid.

Volksinitiative gegen Abzockerei

Gesetz gegen Gier: Überzogene Millionenvergütungen für Spitzenmanager sollen in der Schweiz bald der Vergangenheit angehören. Dafür müssen Regierung und Parlament nach dem Willen des Volkes nun eine gesetzliche Grundlage schaffen. Bei Zuwiderhandlungen drohen Unternehmensvorständen Haft- und Geldstrafen. Für die entsprechende Volksinitiative "gegen Abzockerei" stimmten am Sonntag bei einem Referendum 67,9 Prozent der Teilnehmer. Das meldete die Schweizer Nachrichtenagentur sda.

Gehaltsexzesse unterbinden

Die vor mehr als fünf Jahren von dem mittelständischen Unternehmer und parteilosen Abgeordneten Thomas Minder eingebrachte Initiative "gegen die Abzockerei" zielt darauf ab, Exzesse bei Bonus-Zahlungen, Abfindungen und Gehältern für Manager börsennotierter Unternehmen durch die Stärkung der Aktionärsrechte zu unterbinden.

ANZEIGE

Aktuelle Stellenangebote

Stellenmarkt bei t-online.de

Wählen Sie die gewünschte Branche aus:


Künftig jährliche Abstimmung

Über die Höhe von Managervergütungen sollen die Aktionäre künftig jährlich entscheiden. Sondervergütungen wie Abgangsabfindungen oder Begrüßungsgelder für Spitzenmanager in Millionenhöhe sollen gänzlich verboten werden. Verstöße gegen entsprechende gesetzliche Regelungen sollen mit bis zu drei Jahren Gefängnis und hohen Geldbußen bestraft werden können.

EconomieSuisse ist enttäuscht

Der Wirtschaftsdachverband EconomieSuisse, der die Initiative mit einer millionenteuren Kampagne bekämpft hatte, bedauerte deren Annahme. Zugleich versicherte der Verband aber in einer Mitteilung, der Wille des Volkes werde "selbstverständlich" respektiert.

"Es geht jetzt darum eine praxistaugliche Umsetzung sicherzustellen. Der Wirtschaftsdachverband wird sich konstruktiv in die Ausarbeitung der Ausführungsverordnung und in die konkrete gesetzliche Umsetzung einbringen", erklärte EconomieSuisse-Direktor Pascal Gentinetta.

Wirtschaftsvertreter hatten gewarnt

Die langjährige "emotionale Debatte über Lohnexzesse vereinzelter Wirtschaftsführer" habe eine sachliche Diskussion über den Inhalt der Initiative an stark behindert, bemängelte er. Vertreter der Wirtschaft und der bürgerlichen Parteien hatten vor allem vor Nachteilen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit von in der Schweiz ansässigen Konzernen gewarnt. Die politische Linke befürwortete die Initiative hingegen mehrheitlich.

Wer die höchsten Gehälter einstreicht

Bis die Minder-Initiative tatsächlich voll umgesetzt ist, dürften allerdings noch mindestens ein bis eineinhalb Jahre vergehen. Regierung und Parlament müssen nun ein entsprechendes Gesetz auf der Basis des Initiativtextes erarbeiten und verabschieden.

Politische Umsetzung wird noch dauern

Nun beginne der Kampf um die Umsetzung. "Man weiß ja, wie zerstritten das Parlament ist", sagte Minder. Die eidgenössischen Abgeordneten hatten jahrelang um die Initiative und Gegenvorschläge gerungen, bevor das Volksbegehren endlich am Sonntag zur Abstimmung gelangte.

Managergehälter 
Schweizer stimmen gegen Manager-Gier

Allzu üppige Gehälter sollen per Gesetz gekappt werden. zum Video

Die politische Linke begrüßte das Resultat als Bestätigung eines Stimmungswandels in der Schweiz. Es sei ein «sehr positives Signal» für noch bevorstehende weitere Initiativen, die ebenfalls in Richtung mehr staatlicher Regulierung für die Wirtschaft zielen, erklärte der Abgeordnete der Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) Jean Christophe Schwaab.

Die SP und Gewerkschaften streben künftig auch Volksinitiativen an, die einen gesetzlichen Mindestlohn ebenso vorschreiben sollen wie eine Obergrenze für die Gehälter der Chefs von Unternehmen. Sie soll nach diesen Vorstellungen beim Zwölffachen des Gehalts eines einfachen Angestellten liegen. Ob und wann es dazu tatsächlich Referenden gibt, ist jedoch noch unklar.

 
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
Anzeige
Video des Tages
Unglaubliche Begegnung 
Wal nimmt Kajakfahrer Huckepack

Der Meeressäuger taucht plötzlich unter dem Kajak auf. Video

Erstaunlich dünn 
Haarige Angelegenheit, die leckerer ist, als es ausschaut

Was wie Wolle aussieht, wärmt den Körper jedoch von innen. mehr

AnzeigeJobsuche
Traumjob finden

Finden Sie jetzt Ihren Traumjob in Ihrer Region

 
Shopping 
Sale: Bis zu 50 % Rabatt auf BRAX-Damenhosen sichern!

Die Frühjahrs-/ Sommerkollektion reduziert - versandkostenfrei im BRAX-Online-Shop. im Special

Anzeige


Anzeige