Mediziner-Honorare
Medien: Statistik zeigt deutlichen Ertragszuwachs bei Ärzten11.09.2013, 09:33 Uhr | t-online.de, dpa
Das Einkommen der niedergelassenen Ärzte in Deutschland ist nach jüngsten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes (destatis) in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Zwischen 2007 und 2011 habe der Zuwachs im Schnitt 17 Prozent betragen, berichteten das Nachrichtenportal "Spiegel Online" und die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) unter Berufung auf eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes. Demnach kamen niedergelassene Mediziner im Jahr 2011 auf einen Reinertrag von durchschnittlich 13.833 Euro pro Monat, vier Jahre zuvor waren es erst 11.833 Euro gewesen. Manche Ärzte konnten die Erträge um 35 Prozent steigern. Das dürfte die Diskussion über höhere Arztgehälter neu befeuern.
Vom Anstieg der Honorare hätten so gut wie alle Ärztegruppen profitiert, schreibt die "SZ". Demnach konnten die Allgemeinmediziner ihren jährlichen Reinertrag um 30.000 Euro auf 181.000 Euro steigern. Orthopäden verdienten 2011 im Durchschnitt einen Reinertrag von 293.000 Euro, vier Jahre zuvor waren es noch 17.000 Euro weniger.
Aber auch Kinderärzte, die neben den Allgemeinmedizinern bisher zu den Geringverdienern in der Branche zählten, konnten deutliche Zuwächse erzielen. Sie kommen "Spiegel Online" zufolge nun auf 11.666 Euro pro Monat - ein Anstieg um 13 Prozent.
Die größten Einkommenszuwächse konnten laut "Spiegel Online" Augenärzte und Neurologen erzielen. Ihre Reinerträge stiegen zwischen 2007 und 2011 um rund 35 Prozent. Neurologen kommen demnach nun auf 14.416 Euro pro Monat, Augenärzte auf 19.083 Euro. Spitzenreiter unter den Ärzten bleiben nach wie vor die Radiologen und Nuklearmediziner. Sie erzielten der Erhebung zufolge 2011 einen Reinertrag von 25.250 Euro im Monat.
Doch nicht alle Fachärzte konnten sich über Zuwächse freuen. Frauenärzte haben sogar einen Rückgang erleiden müssen, berichtet "Spiegel Online". Demnach sei der Reinertrag im Jahr 2011 um ein Prozent auf 12.000 Euro gesunken - im Jahr 2007 kam diese Gruppe auf durchschnittlich 12.083 Euro.
Bei der Betrachtung der Statistiken werde dem Bericht zufolge auch eine Spreizung innerhalb der Ärzteschaft deutlich. Das unterste Viertel der Praxisinhaber kommt nach Informationen von "Spiegel Online" sogar nur auf einen monatlichen Reinertrag von etwa 6700 Euro, während das oberste Sechstel der Mediziner auf über 24.000 Euro im Monat kommt.
Insbesondere der Zuwachs von Privatpatienten - von 2007 bis 2011 kletterte er um 32 Prozent - habe die Honorare steigen lassen. Im Schnitt erzielte eine Praxis mit Privatpatienten mehr als 12.000 Euro pro Monat, berichtet "Spiegel Online".
Bei der Berechnung darf man aber nicht außer acht lassen, dass der Reinertrag des Praxisinhabers nicht eins zu eins mit dem Bruttolohn eines Arbeitnehmers gleichzusetzen ist, erklärt die "SZ" . Der Reinertrag ist die Einnahme nach Abzug der Kosten für die Praxis und der Gehälter für das Personal. Zudem müssen niedergelassene Ärzte eine Ablöse an den Vorgänger der Praxis bezahlen - in der Regel werden bei der Übernahme die Patientenstämme gekauft.
Im vergleichbaren Zeitraum sind die Bruttomonatsverdienste je nach Beschäftigungsart bei Vollzeitbeschäftigten im Durchschnitt um 9,3 Prozent gestiegen - bei Teilzeitbeschäftigten waren es 10,3 Prozent.
Die aktuellen Statistiken dürften die Diskussion um die Ärztegehälter weiter anheizen. Auf dem 116. Deutschen Ärztetag in Hannover, forderte die Bundesärztekammer unlängst einen "Inflationsausgleich" von 30 Prozent.
Das Statistische Bundesamt hat für die Auswertung mehr als 4000 Arztpraxen betrachtet.
11.09.2013, 09:33 Uhr | t-online.de, dpa
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