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    Kapitalismus erlebt eine Vertrauenskrise

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    "Kapitalismus erlebt eine Vertrauenskrise"

    05.03.2012, 14:32 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, dpa-AFX

    Kapitalismus erlebt eine Vertrauenskrise. Der Kapitalismus in der Krise? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

    Der Kapitalismus in der Krise? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

    Wegen der weltweiten Finanzkrise und dem Handeln von Finanzmarktakteuren erlebt der Kapitalismus nach Ansicht von Spitzenmanagern eine Vertrauenskrise. Doch bei aller Kritik sei er immer noch das beste Modell.

    "Vertrauensverlust gegenüber der gesamten Finanzwirtschaft"

    "Der Kapitalismus erlebt eine echte Krise", sagte ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Seiner Ansicht nach handelt es sich dabei um eine Vertrauenskrise. "Und wenn etwas schiefgeht, muss der Staat, also der Steuerzahler, einspringen. Das führte zu einem Vertrauensverlust gegenüber der gesamten Finanzwirtschaft."

    Kein besseres System als die soziale Marktwirtschaft

    Auch der deutsche Chef des US-Aluminiumherstellers Alcoa, Klaus Kleinfeld, kritisierte die Auswüchse. "Einige Protagonisten agieren ebenso massiv wie kurzfristig", sagte er dem Bremer "Weser-Kurier". Es gebe in den Märkten noch zu viele spekulative Elemente. "Bei allem Verständnis für die Bedürfnisse der Kapitalmärkte halte ich viel davon, sie so weit wie möglich mit der Realwirtschaft zu verschränken", wurde er weiter zitiert. Das werde noch viel zu wenig verstanden und diskutiert. Daraus aber die Schlussfolgerung zu ziehen, dass das Wirtschaftssystem grundsätzlich verkehrt sei, sei grundfalsch. Es gebe kein besseres System als das Modell der sozialen Marktwirtschaft.

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    Kapitalismus braucht eine soziale Komponente

    "Ein solches System muss aber unabdingbar mit einer sozialen Komponente verbunden sein", sagte Kleinfeld der Zeitung weiter. "Wir sollten uns dafür einsetzen und klar machen, dass dies nichts mit Turbokapitalismus zu tun hat." Die Zeit eines übersteigerten, auf schnelles Reichwerden ausgerichteten Wirtschaftens sei vorbei.

    Finanzmärkte gemeinsam kontrollieren

    Kleinfeld forderte, dass Staaten bei der Kontrolle der Finanzmärkte viel stärker zusammen arbeiten. Den Finanzmarkt beschrieb er als eine große Grauzone, wo wieder etwas Licht hereingebracht werden müsste: "Da wo Licht ist, treiben sich auch weniger lichtscheue Gestalten herum", so Kleinfeld.

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