07.03.2013, 14:07 Uhr | t-online.de - sia
Wie reich oder arm sind die Bürger der Euro-Staaten? Eine Untersuchung brachte Klarheit (Quelle: dapd)
Die Bürger in den Krisenstaaten der Eurozone sind im Mittel reicher als die Bundesbürger. Das hat eine Umfrage der Euro-Notenbanken ergeben, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" meldet. Einen Bericht über die Analyse hält die Bundesbank demnach aber zurück. Der Grund für die Geheimniskrämerei: Die Befragung sei "politisch zu brisant".
Die Zeitung beruft sich auf eine Untersuchung, welche die Notenbanken der Währungsunion seit 2006 durchführen. Tausende Privathaushalte werden dabei nach ihrem Geldvermögen, dem Wert ihrer Autos und Immobilien sowie der Verschuldung befragt.
Dass die Vermögen in Deutschland im Mittel niedriger sind als in angeschlagenen Euro-Staaten, liege an der ungleichen Verteilung hierzulande, heißt es in dem Bericht. Die hat der jüngste Armutsbericht bereits hinreichend dokumentiert. Demnach verfügen die reichsten zehn Prozent der Haushalte hierzulande über 53 Prozent des gesamten Nettovermögens. Die gesamte untere Hälfte der Haushalte besitzt lediglich gut ein Prozent.
Laut Informationen der "FAZ" wurden die Umfrage-Ergebnisse in Italien, Spanien und Österreich schon veröffentlicht - nicht aber in Deutschland. Demnach soll die Umfrage in einigen Wochen vorgestellt werden, eine Studie mit den Ergebnissen aller Euro-Staaten frühestens im April folgen.
Zwei Dinge stufen die deutschen Notenbanker der Zeitung zufolge als heikel ein: die starke Ungleichverteilung der Vermögen in Ländern wie Deutschland und Österreich, und dass die Vermögen in manchem Krisenland die einiger Staaten mit stabilen Finanzen übersteigen.
So habe der Medianwert der privaten Vermögen in Italien im Jahr 2010 bei rund 164.000 Euro gelegen. Das heißt: Die eine Hälfte der italienischen Bevölkerung besaß mehr, die andere Hälfte weniger. Hierzulande dürfe dieser Wert bei nur rund 76.000 Euro liegen, ähnlich sehe es in Österreich aus. Defizitländer mit großem Vermögen - das könnte die Kritik an der Hilfe finanzstarker Staaten wie Deutschland für die Euro-Krisenländer anheizen, fürchtet die Zeitung.
Die Statistiker der Notenbanken bemühten sich allerdings, die deutlichen Unterschiede zu entschärfen, schreibt die Zeitung. Die Vermögen seien überall dort besonders hoch, wo privater Besitz an Häusern und Wohnungen überwiege. Andernfalls befänden sich viele Wohnungen im Besitz der öffentlichen Hand. Dann fielen zwar die privaten Vermögen geringer aus, dafür könnten viele Menschen günstig Sozialwohnungen mieten.
Quelle: t-online.de - sia
zur Homepage
Krügerrand, Gold Eagle, Maple Leaf, Philharmoniker & Co. kaufen.
zum Shop bei t-online.de
Produkte, die beim Abnehmen bzw. einer Diät unterstützen sollen. zum Gesundheit-Special
Riesenauswahl an Bücher-Highlights erleben! Versand-
kostenfrei bei Hugendubel.de.