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    EZB-Direktor hält negative Zinsen für möglich

    13.05.2013, 19:25 Uhr | dpa-AFX

    EZB-Direktor hält negative Zinsen für möglich. EZB-Ratsmitglied Ignazio Visco (Quelle: dpa)

    EZB-Ratsmitglied Ignazio Visco (Quelle: dpa)

    Die EZB bringt erneut einen Strafzins ins Spiel: Nach Einschätzung von Ratsmitglied Ignazio Visco könnte eine Senkung der Einlagezinsen bei der Europäischen Zentralbank in negative Regionen die Wirtschaft in Schwung bringen. Damit müssten Geschäftsbanken eine Gebühr bezahlen, wenn sie ihr Geld bei der EZB parken. Die Aussagen Viscos sind ein Beleg dafür, dass die Realwirtschaft keinesfalls wieder angesprungen ist. Auch Investoren sehen derweil kein Ende der Schuldenkrise.

    EZB auf Negativzins vorbereitet

    "Wir denken - und ich persönlich denke es auch -, dass dieser Schritt effektiv wäre", sagte Visco dem Fernsehsender CNBC. Die EZB sei für einen solchen Schritt "technisch vorbereitet", bekräftigte der italienische Notenbankchef frühere Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi.

    Negative Einlagezinsen würden bedeuten, dass die Geschäftsbanken eine Gebühr zahlen müssen, wenn sie ihr Geld bei der EZB deponieren. Somit würden viele Banken gezwungen, Geld in Form von Verbraucher- oder Firmenkrediten zu verleihen – genau das will die Notenbank.

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    Investoren: Schuldenkrise noch nicht vorbei

    Derweil ist das Schlimmste in der Euro-Schuldenkrise nach Einschätzung der Mehrheit von Investoren noch nicht überstanden. Laut einer Studie der Ratingagentur Fitch haben 59 Prozent der befragten Anleger Zweifel an einem Abflauen der Krise. Etwa ein Drittel der Befragten (29 Prozent) gehen sogar davon aus, dass in der Schuldenkrise nur eine "kurzfristige Ruhe an den Finanzmärkten" herrsche.

    Allerdings gaben immerhin 41 Prozent der befragten Investoren an, dass die Maßnahmen der EZB und der Politik zur Eindämmung der Krise erfolgreich gewesen seien und so der Höhepunkt der Verwerfungen an den Märkten hinter uns liege, hieß es weiter in der Mitteilung von Fitch.

    Die Ratingagentur führt einmal im Quartal eine Umfrage unter Investoren durch. Die jüngste Studie fand zwischen dem 3. April und dem 7. Mai statt.

    Die EZB hatte im vergangenen Sommer mit der Ankündigung unbegrenzter Käufe von Staatsanleihen angeschlagener Euroländer unter bestimmten Bedingungen für eine Entspannung an den Finanzmärkten gesorgt. Seitdem sind die Renditen für Anleihen aus Krisenländern wie beispielsweise Italien oder Spanien stark gesunken.

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