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Top-Ökonom: Euro auf dem Weg in die Rubelzone

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Top-Ökonom: Euro auf dem Weg in die Rubelzone

13.07.2013, 16:32 Uhr | dpa-AFX

Top-Wirtschaftsforscher sieht Euro auf dem Weg in die Rubelzone (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Top-Wirtschaftsforscher sieht Euro auf dem Weg in die Rubelzone (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Europa kämpft mit den Folgen der Schuldenkrise. An vorderster Front steht die Europäische Zentralbank (EZB). Doch deren Rolle ist umstritten. Das gilt vor allem für das Versprechen von EZB-Chef Mario Draghi, für die Euro-Rettung alles zu tun. Einer der führenden Ökonomen Deutschlands, Thomas Mayer, übt nun scharfe Kritik am Kurs der Notenbank. Er sieht die Eurozone gar in postsowjetische Verhältnisse abdriften.

Rubelzone scheiterte am Ende

"Ich fürchte, dass sich Europa seit vergangenen Sommer auf einer schiefen Ebene befindet und sich in Zeitlupe in Richtung Rubelzone entwickelt", sagte der frühere Chefvolkswirt der Deutschen Bank der "Welt". Damit meint der Ökonom die chaotischen Verhältnisse zu Anfang der 90er Jahre im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion nach deren Zusammenbruch.

Die Ex-Republiken bildeten seinerzeit die Rubelzone. Die Nationalbanken konnten in diesem System fast unbegrenzt Geld drucken. Doch am Ende scheiterte der Währungsverbund und die Republiken führten eigene Währungen ein.

Mayer: EZB wird zum "Selbstbedienungsladen"

Mayer sieht im heutigen Europa Parallelen zur damaligen Situation: "Die Länder greifen immer mehr in die gemeinsame Kasse", sagte Mayer. "Die EZB wird zum Ausputzer im Krisenfall und gleichzeitig zum Selbstbedienungsladen für die Staaten der Eurozone", so der Ökonom.

Mayer sieht nur noch eine Chance von 40 Prozent, dieses Szenario abzuwenden. Es sieht die EZB auf einem Weg hin zu einer "Staats-Zentralbank". Auch gegenüber anderen Medien äußerte sich der Ökonom kritisch zur Geldpolitik der Notenbanken.

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Mayer: Zentralbanken werde Geld nicht stabil halten können

Er sieht die Zentralbanken in der Falle: "Ich traue es den amtierenden Leuten nicht zu, das Geldsystem zu verteidigen“, kritisiert Mayer im Geld & Börse-Roundtable der "Wirtschaftswoche" laut einer Vorabmeldung des Magazins. "Die Zentralbanken werden nicht mehr in der Lage sein, Geld stabil zu halten", ist sich Mayer sicher.

Gold sei für ihn deshalb die Versicherung dagegen, dass das System aus dem Ruder laufe. Wer Anleihen oder Tagesgeld hält, wertet laut Mayer sein Vermögen heute schon ab, weil die Inflation über dem Zins liegt. "Es ist eine Illusion zu glauben, man könne mit sicheren Anlagen schöne Renditen erzielen", so Mayer.

13.07.2013, 16:32 Uhr | dpa-AFX

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