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Spanien: Faule Kredite der spanischen Banken steigen auf Rekordhoch

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Schuldenkrise  

Faule Kredite in Spanien erreichen Rekordniveau

19.08.2013, 19:01 Uhr | rtr, dpa-AFX

Spanien: Faule Kredite der spanischen Banken steigen auf Rekordhoch. Spaniens Bankensektor steckt weiter in der Krise (Quelle: dpa)

Spaniens Bankensektor steckt weiter in der Krise (Quelle: dpa)

Spanien steckt in der Rezession. Immerhin mehrten sich zuletzt die Hoffnungsschimmer. Doch die Auswirkungen der Schuldenkrise bleiben präsent, wie etwa die "faulen Kredite", unter denen Spaniens Banken leiden. Die sind in den Bilanzen der Institute im Juni auf einen neuen Negativrekord geklettert.

Spanien: Kaum Wirkung der "Bad Bank"

Wie die Madrider Zentralbank mitteilte, erhöhte sich ihr Anteil am gesamten Kreditvolumen im Juni auf 11,6 Prozent, 0,4 Prozent mehr als im Vormonat. Dieser Wert ist in dem Euro-Krisenland der höchste seit Beginn der Erhebungen. Der Anstieg bedeutet, dass die Schaffung einer "Bad Bank" weitgehend verpufft ist.

Spanische Banken hatten im November 2012 und im Januar 2013 faule Immobilienkredite an die staatliche Abwicklungsgesellschaft Sareb ("Bad Bank") abgetreten. Dies führte bei den Banken vorübergehend zu einem leichten Rückgang der Kreditausfälle.

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Kredite für 176 Milliarden Euro gelten aus "faul"

Nach Angaben der Zentralbank wiesen die spanischen Geldhäuser im Juni ein Kreditvolumen von 1,52 Billionen Euro auf. Davon galten Darlehen über 176 Milliarden Euro als "faul". Zu dieser Kategorie zählt die Zentralbank alle Kredite, die drei Monate lang nicht bedient wurden.

Bankensektor noch nicht stabil genug

Die Wirtschaftsweise Claudia Buch sieht in Bilanzen der Banken in Euro-Krisenländern generell "ein massives Problem". Dort gebe es viele und hohe notleidende Forderungen, sagte sie der "Leipziger Volkszeitung". Der Bankensektor sei noch bei weitem nicht stabil genug, "um größere makroökonomische Risiken abzufedern". Die schlechte Struktur des Kreditportfolios führe dazu, dass es für diese Banken sehr schwierig sei, Fremdkapital aufzunehmen, sagte die Präsidentin des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

Hoffnungsschimmer in Spanien

Das Platzen der Immobilienblase im Jahr 2008 hatte Spanien in die Rezession gedrückt. Zuletzt mehrten sich allerdings die Hoffnungsschimmer: Für die zweite Jahreshälfte wird wieder ein leichtes Wachstum erwartet, nachdem das Bruttoinlandsprodukt im Frühjahr nur noch um 0,1 Prozent geschrumpft war und auch die Arbeitslosigkeit zurückging.

Einige Banken fahren Überschüsse ein

Auch einige Banken lassen die Krise allmählich hinter sich: Branchenprimus Santander steigerte seinen Überschuss im ersten Halbjahr um 29 Prozent auf knapp 2,3 Milliarden Euro.

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