Stimmungs-Barometer
Investoren rechnen mit Konjunkturbelebung in der Eurozone09.09.2013, 13:08 Uhr | rtr, dpa-AFX, t-online.de
Während sich die konjunkturellen Aussichten bei den Hoffnungsträgern der Weltwirtschaft, den Schwellenländern, verdüstern, geht es in der Eurozone wieder aufwärts. Erst vor wenigen Woche meldeten Statistiker das Ende der Rezession. Auch die Anleger fassen wieder Mut, wie der enorme Zuwachs eines bekannten Investoren-Baromters zeigt: Der Sentix-Index verbesserte sich im September um 11,3 auf plus 6,5 Punkte und erreichte den höchsten Stand seit Mai 2011.
Der Index basiert auf einer monatlichen Umfrage der Investmentberatung Sentix unter Anlegern. Für die aktuelle Ausgabe wurden 893 Investoren befragt, davon 216 institutionelle Finanzmarktprofis. Durch den zweitstärksten Anstieg in der zehnjährigen Umfragegeschichte liegt das Barometer erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder im positiven Bereich.
Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Zuwachs auf minus 2,8 Punkte gerechnet. Die Investoren beurteilten sowohl die Lage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate optimistischer.
"Es ist ein fulminanter Befreiungsschlag für Euroland", sagte Sentix-Ökonom Sebastian Wanke. Ein Grund dafür dürfte sein, dass die Anleger nach der Bundestagswahl in knapp zwei Wochen "eine wieder stärker auf das Wohl der Euro-Zone ausgerichtete Fiskalpolitik" erwarteten.
Die Anleger rechneten wegen neuer Investitionsprogramme "mit einem zusätzlich stimulierenden Effekt für das Wachstum". Im zweiten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone um 0,3 Prozent gewachsen und beendete damit eine sechs Quartale in Folge anhaltende Rezession. Das zeigten neue Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat.
Auch Politiker gaben sich zuletzt wieder vorsichtig optimistisch. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verwies auf dem G-20-Gipfel in der vergangenen Woche darauf, dass nach Einschätzung der G-20 auch die Krise im Euroraum noch nicht vorbei sei. Es sei aber wichtig festzustellen, dass "Vertrauen zurückkehrt.".
Außerhalb der Eurozone zeigt sich indes ein anderen Bild, was sich auch in der Umfrage von Sentix niederschlägt. Während sich die Stimmungsindikatoren für die USA und Japan im Frühjahr und zu Beginn des Sommers noch aufhellten, fielen sie von August auf September jeweils leicht zurück. Die Sentix-Experten sprachen allerdings von einer "Normalisierung auf hohem Niveau".
Zuletzt verdüsterten sich vor allem die konjunkturellen Aussichten für die Schwellenländer. Hier verlangsamt sich das Wachstum, Investoren ziehen massiv Kapital ab und Kredite werden teurer, teils wegen höherer Zinsen in den USA.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sagte in einem jüngsten Bericht voraus, dass die Verlangsamung der Wirtschaft in den Schwellenländern die globale Wirtschaft wahrscheinlich hemmen wird - trotz Wachstums in den Industrieländern.
09.09.2013, 13:08 Uhr | rtr, dpa-AFX, t-online.de
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