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Henry Paulson schlägt Alarm: Ex-US-Finanzminister warnt vor neuer Finanzkrise

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"Keinerlei Fortschritte erzielt"

Ex-US-Finanzminister Henry Paulson warnt vor neuer Finanzkrise

11.09.2013, 07:52 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Für Henry Paulson sind viele Probleme der Finanzkrise noch nicht gelöst (Quelle: Reuters)

Für Henry Paulson sind viele Probleme der Finanzkrise noch nicht gelöst (Quelle: Reuters)

Dass die weltweite Wirtschaftskrise auch nach fünf Jahren noch nicht ausgestanden ist, darüber sind sich die meisten Experten einig. Jetzt hat sich jedoch der ehemalige US-Finanzminister Henry Paulson in der Debatte zu Wort gemeldet. In einem Gastbeitrag im "Handelsblatt" warnt er, die Welt solle sich für eine neue Finanzkrise rüsten - und nennt darin drei Gründe, warum er ein Krisen-Comeback für sehr gut möglich hält.

Paulson schlägt Alarm

"Besteht die Gefahr einer erneuten Finanzkrise? Ich fürchte, dass die Antwort darauf 'Ja' lautet", schreibt der langjährige Chef der Investmentbank Goldman Sachs in dem Beitrag. Paulson entschied auf dem Höhepunkt der Krise 2008, dass die überschuldete Investmentbank Lehman Brothers nicht mit staatlichen Hilfen gerettet werden sollte.

"Keinerlei Fortschritte" bei Problemen

"Trotz aller Fortschritte gibt es eine Reihe von Problemen, die mir Sorge bereiten. Fünf Jahre nach der Finanzkrise haben wir bei der Reform der staatlich geförderten Baufinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac keinerlei Fortschritte erzielt, wir sind den Markt der Schattenbanken nicht angegangen und streiten noch immer darüber, ob wir das Dilemma der 'too big to fail'-Banken gelöst haben", schrieb der Ex-Politiker.

Vorteile von Großbanken müssen fallen

Paulson schlägt mit Blick auf die systemwichtigen Großbanken vor: "Das 'too big to fail'-Phänomen ist inakzeptabel und muss aus der Welt geschafft werden. Der beste Ansatz wäre hier, mit Hilfe von stringenteren Kapital- und Liquiditätsanforderungen die Vorteile zu minimieren, die große Geldinstitute genießen.

Eine strenge Regulierung einschließlich Größenbeschränkung und Veräußerungszwang bei Banken, die ihre Risiken nicht mehr steuern können, könnte Pleiten unwahrscheinlicher machen."

Weitere Wirtschafts- und Finanzmeldungen finden Sie hier.

11.09.2013, 07:52 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

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