05.10.2011, 09:54 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, dpa-AFX
Der Transrapid soll die USA erobern (Quelle: dpa)
Der Transrapid könnte nach einer Reihe von Rückschlägen doch noch zu einem Erfolgsmodell werden. So hofft Deutschland, in den USA doch noch zum Zug kommen zu können. Konkret geht es um die Strecke zwischen Houston und Dallas. Nach Gesprächen mit Behörden in Texas sehe Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) gute Chancen für das Projekt. "Die beiden Städte wollen dringend eine schnelle Verbindung", sagte Bode der Oldenburger "Nordwest-Zeitung".
Die Bundesregierung sieht im Transrapid ein Meisterwerk der Technik, das nur fünfzig Jahre zu früh entwickelt wurde. Allerdings wurde für den Magnetflitzer in Deutschland nie eine kommerzielle Strecke gebaut. Nun also die USA. Die Bedingungen für eine Transrapid-Strecke seien optimal, sagte Bode mit Blick auf die Entfernung von rund 400 Kilometern und die vermutliche hohe Zahl von Passagieren. "Es wäre schön, wenn es in den USA nach China eine zweite Anwendungsstrecke geben würde." Der Transrapid könnte nach den Planungen direkt an der Autobahn zwischen Houston und Dallas gebaut werden.
Die USA wollen ihre Streckennetz erneuern und fördern deshalb den Aufbau eine umweltfreundlichen Transportwesen über die Schiene mit vielen Milliarden Dollar. Als weiterer Standort für einen Transrapid wurde in der Vergangenheit die Stadt Pittsburgh gehandelt. Hier könnte die Magnetschwebebahn den Flughafen mit der Stadt verbinden.
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