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Wüstenrot-Skandal: Führungskräfte nach Sex-Sause entlassen

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Nach Sex-Sause: Wüstenrot feuert zwei Führungskräfte

23.12.2011, 16:00 Uhr | dpa, dapd, dapd, dpa

Wüstenrot-Spitzenkräfte sollen sich in einem Club in Rio de Janeiro vergnügt haben (Quelle: dpa)

Wüstenrot-Spitzenkräfte sollen sich in einem Club in Rio de Janeiro vergnügt haben (Quelle: dpa)

Nach den Sex-Eskapaden seiner Spitzenkräfte auf einer Belohnungsreise an die Copacabana zieht der Finanzkonzern Wüstenrot& Württembergische (W&W) die Notbremse: "Zwei selbstständige Handelsvertreter, die die Reise als Führungskräfte begleitet haben, sind mit sofortiger Wirkung suspendiert worden", teilte das Unternehmen mit.

In Zukunft keine Belohnungsreisen mehr

Mehr noch: Die teuren Touren als Honorierung für verdiente Mitarbeiter seien mit sofortiger Wirkung gestrichen. Solche Anreizsysteme für Vertriebsorganisationen seien "nicht mehr zeitgemäß", schrieb der Konzern. Die Konsequenzen würden auch "im Interesse der Kunden und zum Schutz der unbescholtenen Vertriebsmitarbeiter" gezogen. Reisen der vergangenen drei Jahre sollten intensiv auf ein Fehlverhalten der Teilnehmer geprüft werden.

Für einen neuen Sex-Skandal in der Versicherungsbranche hatte eine 200.000 Euro teure Incentive-Reise der Bausparkasse Wüstenrot Ende April in den Nachtclub "Barbarella" in Rio de Janeiro gesorgt, die so gar nicht mit dem Image des Konzerns als solider Vorsorgespezialist übereinstimmte. Mindestens drei Vertreter sollen sich eine Prostituierte mit aufs Zimmer genommen haben.

Unternehmen weist Schuld von sich

Der Konzern hatte betont, auf dem Reiseprogramm hätten keine Aktivitäten gestanden, die nicht mit dem Verhaltenskodex vereinbar seien. Die Mitarbeiter seien grundsätzlich angehalten, diesen Kodex einzuhalten - und sie dürften auch in ihrer Freizeit nichts Unvorteilhaftes oder der Reputation Schädliches unternehmen. Dies gelte vor allem für Führungskräfte.

In der Praxis sah das anders aus: Bis zu 20 Spitzenkräfte sollen aus dem Reisebus direkt in ein Bordell spaziert ein. W&W versicherte, die Sex-Sause weder direkt noch indirekt unterstützt geschweige denn finanziert zu haben. Es handele sich um persönliche Verfehlungen der Mitarbeiter, für die es keine Entschuldigung gebe.

23.12.2011, 16:00 Uhr | dpa, dapd, dapd, dpa

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