16.01.2012, 09:56 Uhr | dapd, dapd
"Made in Germany" - das Gütesiegel steht weltweit für Qualität, Know-how und Verlässlichkeit. Jetzt will die EU das Ursprungsrecht neu regeln. Für deutsche Unternehmen würde es damit erheblich schwieriger, das Siegel für ihre Produkte zu bekommen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kämpft mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) für den Erhalt des Qualitätslabels.
"Die deutsche Wirtschaft wäre durch eine Änderung der bisherigen Regelung des Ursprungsrechts besonders betroffen. Vor allem für mittelständische Unternehmen wäre der bürokratische Aufwand enorm", sagte Felix Neugart, Vize-Bereichsleiter International beim DIHK.
Die Pläne der EU-Kommission sehen vor, dass künftig für jedes importierte Produkt spezifische Kriterien ausschlaggebend für die Bestimmung des Ursprungs sein sollen. Bislang wurde ein deutscher Ursprung und damit auch das Herkunftslabel "Made in Germany" vergeben, wenn die letzte Fertigungsstufe in Deutschland vorgenommen wurde. Allein in Deutschland werden jährlich 1,3 Millionen Ursprungszeugnisse durch die Industrie- und Handelskammern ausgestellt.
Neugart zufolge befürchten deutsche Unternehmen, dass von der EU-Regelung nicht nur Import-, sondern auch Exportwaren betroffen sein könnten. "Es könnte einen Nachahmer-Effekt bei anderen Außenhandelspartnern wie Russland oder Brasilien geben."
Darin sieht auch der BDI das Hauptproblem der EU-Kommissionspläne. "Als Reaktion darauf könnten auch andere Länder auf die Idee kommen und ähnliche Änderungen einführen. Dies würde zu einem erheblichen Mehraufwand bei den Unternehmen führen und die Lage der stark exportorientierten deutschen Wirtschaft auf dem Weltmarkt natürlich erheblich erschweren", erläuterte Oliver Wieck, BDI-Abteilungsleiter für Außenhandel-, Wirtschaft- und Entwicklungspolitik.
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Neugart betonte weiter, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen sei es "enorm aufwändig, die künftig geplanten Kriterien für die Herkunftsbestimmung eines Produktes nachzuweisen". Zudem kritisierte Neugart, dass die EU-Kommission stets Bürokratieabbau verspräche: "Die jetzigen Pläne stehen dazu im Widerspruch." DIHK, BDI und andere Bündnispartner wollen sich in den kommenden Wochen in Brüssel weiter dafür stark machen, "dass das bisherige System bestehen bleibt", so Neugart.
Auch eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums betonte: "Die Bundesregierung setzt sich seit vielen Jahren für den Erhalt und gegen jegliche Beeinträchtigung der bewährten Möglichkeit zur zutreffenden freiwilligen Kennzeichnung als 'Made in Germany' ein. Sie wird diese Anstrengungen gemeinsam mit der deutschen Wirtschaft und deren Spitzenverbänden unvermindert fortsetzen."
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