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    Schuhkette Leiser ist pleite

    07.04.2012, 15:51 Uhr | dpa-AFX, dpa, t-online.de, dapd

    Schuhkette Leiser ist pleite . Die Schuhhauskette Leiser steht vor dem Aus (Quelle: imago)

    Die Schuhhauskette Leiser steht vor dem Aus (Quelle: imago)

    Wieder ist ein Traditionsunternehmen ins Trudeln geraten: Die Berliner Schuhhauskette Leiser und ihre Schwesterfirma Schuhhof haben wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet. Der Antrag auf ein sogenanntes Planinsolvenzverfahren sei am 23. März eingereicht worden, teilte das Amtsgericht Augsburg mit. Betroffen von der Pleite sind nach Unternehmensangaben rund 1400 Beschäftigte in bundesweit rund 130 Filialen, vor allem in Augsburg und Berlin. Filialen sollen nicht geschlossen werden.

    Selbstverwaltung nach neuem Insolvenzrecht

    Leiser sei eines der ersten deutschen Unternehmen, das nach dem neuen Insolvenzrecht Esug behandelt wird, berichtete die "Berliner Morgenpost". Die Regelung soll die Sanierung von Betrieben erleichtern. Bislang verwaltet sich das Unternehmen nach Angaben des Gerichts noch selbst, es sei jedoch ein Sachverwalter eingesetzt worden, der das Insolvenzverfahren überwache. Zum 23. Juni müsse das Unternehmen einen Insolvenzplan vorlegen.

    Die Leiser Handelsgesellschaft mbH und die Schuhhof GmbH gehören zur Bahner-Gruppe in Augsburg. Deren Geschäftsführung kündigte in einer Mitteilung eine umfassende Restrukturierung und Sanierung an. Es würden alle Anstrengungen unternommen, um die wirtschaftliche Zukunft der Gruppe sicherzustellen, hieß es darin. Leiser-Geschäftsführer Steffen Liebich sagte der Zeitung, das Unternehmen sei im Verfahren vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt. Das biete die Chance, sich neu aufzustellen. Der Verkauf geht demnach zunächst weiter.

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    Keine Schließungen geplant

    Filial-Schließungen seien weder für Leiser noch für die Schwesterfirma Schuhhof geplant, sagte der Geschäftsführer der Augsburger Bahner-Gruppe, Steffen Liebich, der "Augsburger Allgemeinen". "Wir werden ausnahmslos versuchen, jede Filiale zu erhalten." Das Traditionsunternehmen mit Zentrale in Augsburg hatte sich zuvor mit Lieferanten und Banken auf einen Kreditrahmen geeinigt. Durch die Übergangskredite von 15 Millionen Euro könnten die Unternehmen den Betrieb während des Insolvenzplanverfahrens aufrechterhalten, berichtete das Blatt.

    "Wir dürfen unsere Ware verkaufen und mit dem Erlös neue Ware beziehen. Insofern verläuft unser Geschäft normal", sagte Liebich. Das Problem seien vielmehr Läden, die nicht mehr profitabel arbeiteten. In Berlin und Potsdam gibt es 21 Leiser-Läden und elf Schuhhof-Geschäfte mit etwa 400 Beschäftigten. Bundesweit haben beide Ketten nach eigenen Angaben rund 130 Filialen und etwa 1400 Mitarbeiter. Die Leiser Handelsgesellschaft mbH und die Schuhhof GmbH gehören zur Bahner-Gruppe in Augsburg. Leiser wurde 1891 in Berlin gegründet.

    Gehälter für drei Monate gesichert

    Um die Mitarbeiter für drei Monate weiter bezahlen zu können, hat das Unternehmen laut der "Morgenpost" Insolvenzausfallgeld bei der Arbeitsagentur beantragt. "Im März, April und Mai sind die Gehälter gesichert", zitiert die Zeitung die Berliner Ver.di-Sekretärin Petra Ringer.

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