Startseite
Sie sind hier: Home > Wirtschaft >

EADS-Chef kritisiert Pläne zum Handel mit Emissionsrechten

...

EADS-Chef kritisiert Pläne zum Handel mit Emissionsrechten

18.04.2012, 15:03 Uhr | dpa-AFX

EADS-Chef kritisiert Pläne zum Handel mit Emissionsrechten. Der Handel mit Emissionszertifikaten bringt Nachteile für europäische Flugzeugbauer (Quelle: imago)

Der Handel mit Emissionszertifikaten bringt Nachteile für europäische Flugzeugbauer (Quelle: imago)

 

Louis Gallois, der scheidende EADS-Chef, kritisiert in scharfen Worten die Europäische Union. Ihr Versuch, chinesische und amerikanische Fluggesellschaften in den Handel mit Emissionsrechte-Zertifikate einzubinden, stößt auf wenig Gegenliebe bei dem Franzosen.

Hoher Ölpreis zwingt zu mehr Effizienz

"Wir sind nicht alleine auf der Welt. Und die Fluggesellschaften schlagen sich mit einem rasant steigenden Ölpreis herum, der sie stärker als jedweder Klimahandel zu mehr Effizienz zwingt", sagte Gallois dem "Handelsblatt". "Europa ist in dieser Frage vollkommen isoliert und es wäre weise, einen weltweit gültigen Kompromiss zu finden", so Gallois.

Chinesen legen Airbus-Auftrag auf Eis

Seit Jahresbeginn müssen Fluggesellschaften aus aller Welt Emissionsrechte für alle Flüge kaufen, die in der EU beginnen oder enden. Dagegen haben viele Staaten Protest eingelegt, darunter auch China. Die EADS-Tochter Airbus hofft weiter auf den milliardenschweren Auftrag chinesischer Fluggesellschaften über 45 Langstreckenmaschinen. Die Order liegt derzeit auf Eis, weil sich die Chinesen ungerecht von der EU behandelt fühlen.

Erfolgsstory
Deutsche Lufthansa von einst bis heute

Schutzmechanismus soll feindliche Übernahmen bei Airbus verhindern

Gallois sprach sich in dem Interview auch für eine Neufassung des Aktionärspaktes der EADS aus, indem private und staatliche Aktionäre ihre Rechte vereinbart haben. "Das Hauptproblem sind nicht die Staatsanteile; es geht um die Sonderrechte der Kernaktionäre, die aus dem Aktionärspakt resultieren", erklärte Gallois. "Wir haben eine Lösung vorgeschlagen, die die Rechte aller Aktionäre angleicht." Zudem solle der Luft- und Raumfahrtkonzern über einen Schutzmechanismus vor feindlichen Übernahmen gesichert werden.

Der Medienunternehmer Lagardère, der französische Staat und Daimler sind über einen Aktionärspakt bei EADS verbunden, um eine Machtbalance zwischen Deutschland und Frankreich zu halten. Daimler will einen Teil seiner Aktien im Sommer an die staatseigene KfW verkaufen. Damit dürfte Deutschland mit mindestens 7,5 Prozent Anteilseigner an dem Airbus-Mutterkonzern werden.

 
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
Anzeige
Video des Tages
Teurer Blechschaden 
Audi R8 und A5 in bizarren Unfall verwickelt

Der Fahrer des Sportwagens fiel zuvor durch seine rüpelhafte Fahrweise auf. Video

Himmelsakrobaten 
Millimetergenau Manöver mit den Kampfjets

Die Schweizer Piloten sind im In- und Ausland berühmt für ihre Vorführungen. mehr

Strom-Rechner
Strompreisvergleich

Finden Sie günstige Stromanbieter!

Anzahl Personen im Haushalt

Anzeige

Shopping 
Zauberhafte Kleider von Topmarken

Die neuesten Looks für jeden Anlass entdecken und versandkostenfrei bestellen. zum Special

Anzeige


Anzeige