06.05.2012, 11:49 Uhr | dapd
Gemeinsam mit den Autokonzernen BMW und Daimler arbeitet die Deutsche Bahn offenbar an einem umfassenden Carsharing-Netzwerk in Deutschland. So spreche der Schienenkonzern mit den Autobauern darüber, die Angebote der Unternehmen untereinander zu öffnen, meldete die "Wirtschaftswoche". Die Zeitung berief sich dabei auf Verhandlungskreise. Darüber hinaus sollen demnach Händler weiterer Automarken in das neue System eingebunden werden.
Die Deutsche Bahn entwickelt nach Angaben der Zeitung bereits eine App, mit der Nutzer sowohl auf das konzerneigene System Flinkster als auch auf Car2Go von Daimler und DriveNow von BMW zugreifen und dort Autos buchen können.
Dem Carsharing-System liegt der Gedanke zugrunde, bei Bedarf sehr schnell Autos mieten und nutzen zu können. Die Angebote richten sich bisher zumeist an Großstädter, die Fahrzeuge an bestimmten Orten und normalen Parkplätzen kurzfristig abholen und wieder abstellen können. Abgerechnet wird automatisch über die hinterlegten Kontodaten des Kunden und nach gefahrenen Kilometern.
Der "Wirtschaftswoche" zufolge sollen neben den Autokonzernen auch Händler von Opel, Ford, Peugeot und Citroën in das Netzwerk eingebunden werden. Diese sollten mit einer Lizenz Autos aus ihrem Fuhrpark unter eigenem Namen ebenfalls über Flinkster anbieten können, hieß es. Die Bahn übernehme Reservierungen und Abrechnung.
Die Autovermietung Opel Rent wollte die Vereinbarung mit der Deutschen Bahn laut dem Bericht nicht bestätigen, räumte aber Verhandlungen "mit einem der großen deutschen Carsharing-Anbieter" ein. Im Auftrag von Opel solle ein Angebot aufgebaut werden, bei dem Opel-Händler die Fahrzeuge zur Verfügung stellen und den Service verantworten.
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Flinkster kommt demnach als deutscher Branchenprimus mit 2500 Fahrzeugen und 190.000 Kunden auf einen Marktanteil von 55 Prozent. "Bis 2014 wollen wir unsere Flotte verdoppeln", kündigte DB-Fuhrpark-Chef Rolf Lübke in der "Wirtschaftswoche" an. Durch die Autohäuser würde das Netzwerk abseits der Ballungsräume ausgebaut.
"Wo wir Partner finden, verzichten wir auf eigene Flinkster-Fahrzeuge", sagte Lübke. Die Abkommen würden ins Konzept der Bahn passen. Seit Jahren kooperiert der Konzern mit regionalen Anbietern wie Teilauto in Jena, Leipzig und Dresden.
Quelle: dapd
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