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    Lufthansa geht auf Flugbegleiter zu - Hoffnung auf Schlichter

    07.09.2012, 18:30 Uhr | dpa-AFX, dapd, t-online.de

    Lufthansa geht auf Flugbegleiter zu - Hoffnung auf Schlichter. Flugbegleiter bislang unzufrieden mit dem Angebot des Konzerns - Verzicht auf Leiharbeit ist erster Schritt (Quelle: dapd)

    Flugbegleiter bislang unzufrieden mit dem Angebot des Konzerns (Quelle: dapd)

    Die Lufthansa ist ihren Flugbegleitern in einem entscheidenden Punkt des Tarifstreits entgegengekommen. Konzernchef Christoph Franz kündigte am Freitagan, allen Leiharbeitern am Standort Berlin 2013 die Festanstellung in der Lufthansa-Gruppe anzubieten. Damit hat sich die Arbeitgeberseite nach fast drei Streiktagen inhaltlich auf das Kabinenpersonal zubewegt. Der Verzicht auf Leiharbeit gehört zu den zentralen Forderungen der Gewerkschaft UFO. Die Aktie der Lufthansa konnte ihre kleinen Gewinne zum Börsenschluss ausweiten.

    Franz äußerte die Hoffnung, dass dieser Schritt der Gewerkschaft helfe, "gemeinsam in konstruktiven Gesprächen den Weg zu einer zukunfts- und wettbewerbsfähigen Vergütungsstruktur für die Mitarbeiter der Kabine zu beschreiten". Zu den Einzelheiten des Angebots sagte er zunächst nichts. Es geht um rund 200 Mitarbeiter der Firma Aviation Power, eines Joint Ventures der Lufthansa mit der Zeitarbeitsfirma Manpower.

    "Lufthansa verzichtet einseitig, auf absehbare Zeit und ohne weitere Vorbedingungen auf den Einsatz von externen Kabinencrews in Berlin", erklärte Franz. "Damit gehen wir einen großen Schritt auf unseren Tarifpartner zu." Er hoffe, dass dies der Gewerkschaft UFO helfe, "gemeinsam in konstruktiven Gesprächen den Weg zu einer zukunfts- und wettbewerbsfähigen Vergütungsstruktur für die Mitarbeiter der Kabine zu beschreiten".

    Mehr als 100.000 Fluggäste betroffen

    Während der Sonderflugplan der Lufthansa mit der Streichung von etwa der Hälfte der 1800 geplanten Flüge am Freitag abgearbeitet wurde, hatten die Tarifparteien mittags bereits ihre Gespräche wieder aufgenommen. Zunächst ließen beide offen, ob schon über Inhalte gesprochen wird. Nach Lufthansa-Zählung fielen knapp 1000 Flüge aus. Mehr als 100.000 Fluggäste waren betroffen, aber ein Chaos an Flughäfen und Bahnhöfen blieb aus.

    Hoffnung auf Schlichter

    UFO-Vorsitzender Nicoley Baublies hielt eine Schlichtung für das geeignete Mittel zur Aufweichung der verhärteten Fronten. Es handele sich zunächst um ein Vorgespräch, um überhaupt Wege für einen konstruktiven Wiedereinstieg zu finden. "Und zur Übermittlung der jeweiligen roten Linien", ergänzte Baublies. Er sei auch bereit, sofort gemeinsam einen Schlichter zu suchen.

    Leiharbeiter zentraler Konfliktpunkt

    Die Gespräche waren vor zehn Tagen nach 13-monatigen Verhandlungen abgebrochen worden. Seit einer Woche haben die Stewardessen und Stewards der Lufthansa dreimal gestreikt, am Freitag ganztägig und bundesweit. Die Gewerkschaft will fünf Prozent mehr Geld und Garantien für Jobstrukturen. Lufthansa bot zuletzt 3,5 Prozent mehr Gehalt bei zwei Stunden Mehrarbeit im Monat.

    Die Beschäftigung von Leiharbeitern ist einer der zentralen Konfliktpunkte im derzeitigen Tarifkonflikt der Flugbegleiter der Lufthansa. Offizieller Anlass der Gründung der Personal-Dienstleistungsfirma Aviation Power war die Ausweitung des Flugplans der Lufthansa in Berlin Anfang Juni. Während der Streiks der vergangenen Tage ermöglichten die Aviation-Power-Flugbegleiter, dass ein großer Teil der Lufthansa-Flüge in Tegel abgewickelt werden konnte.

    Zunächst keine weiteren Streiks

    Im ZDF sagte Baublies, nun sei eine "Denkpause" notwendig. "Es ist wie bei einer Paartherapie. Wir sind verdammt, zusammenzukommen." Nach dem Ausstand am Freitag werde es erst weitere Streiks erst geben, "wenn wir feststellen, dass eine Annäherung tatsächlich nachhaltig nicht möglich ist", versicherte der UFO-Vorsitzende.

    Schützenhilfe bekam UFO von den Kollegen aus dem Cockpit. Jörg Handwerg, der Pressesprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, bekundete "grundsätzlich Solidarität mit den Streikenden". Er beklagte eine Klimaveränderung im Unternehmen. "Die Lufthansa stellt in Verhandlungen inakzeptable Forderungen, die dann zwangsläufig zur Eskalation mit dem Personal führen." Die Airline müsse lernen, ihre Angestellten mitzunehmen.

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    Kunden suchten sich andere Wege

    Dem Konkurrenten Air Berlin bescherte der Streik bei der Lufthansa zusätzliche Kunden. Die Fluggesellschaft habe sechs zusätzliche innerdeutsche Verbindungen angeboten, sagte eine Unternehmenssprecherin. Außerdem setzte Air Berlin in 16 Fällen größere Flugzeuge als geplant ein. Viele Lufthansa-Kunden stiegen auch auf die Deutsche Bahn um. Die Mietwagenfirmen registrierten eine etwas erhöhte Nachfrage wegen des Streiks.

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