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Schattenbanken setzen 67 Billionen Dollar um

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Aufseher: Schattenbanken setzen 67 Billionen Dollar um

19.11.2012, 12:04 Uhr | AFP, t-online.de, sky

Schattenbanken setzen 67 Billionen Dollar um. Dramatik am Finanzplatz Frankfurt (Quelle: dpa)

Blick auf das Frankfurter Finanzviertel (Quelle: dpa)

Beunruhigende Nachrichten aus der Finanzwelt: So genannte Schattenbanken, also Finanzinstitute, deren Transaktionen nicht der üblichen Marktregulierung unterliegen, haben laut internationalen Aufsehern im vergangenen Jahr rund 67 Billionen Dollar (52,6 Billionen Euro) umgesetzt. Damit sei ihr Umsatz im Vergleich zu 2010 um fünf bis sechs Billionen Dollar gewachsen, heißt im Jahresbericht des Finanzstabilitätsrats (FSB) in Genf. Im Herbst 2008 führte der Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers zu heftigen Verwerfungen am internationalen Finanzmarkt, die mehrere Jahre dauerten. Anfang 2010 schließlich schockte das überschuldete Hellas die Märkte.

Ein Viertel des Marktes gehört den Schattenbanken

Bei Schattenbanken handelt es sich um Institute oder Geschäftszweige, die bankähnliche Aufgaben wie Finanzierungen übernehmen, ohne jedoch der Bankaufsicht zu unterliegen. Dabei handelt es sich vor allem um Hedge Fonds, Geldmarktfonds, aber auch Zweckgesellschaften, also Institute, die für riskante Geschäfte bekannt sind.

In der aktuellen Schuldenkrise hatten Presseberichten zufolge vor allem Geldmarktfonds für Unruhe gesorgt: Hier werden auf Anweisung von verängstigten Anlegern Unmengen an Kapital geparkt, die mitunter schnell abgezogen werden können.

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Ein Viertel aller Transaktionen

Für seinen Bericht durchleuchtete der FSB seine 24 Mitgliedsstaaten sowie Chile. Die 25 untersuchten Länder machen 90 Prozent des weltweiten Kapitals aus.

Dabei kam der FSB zu dem Ergebnis, dass Schattenbanken im vergangenen Jahr 25 Prozent aller Finanztransaktionen tätigten. 2007 waren es dem Bericht zufolge 27 Prozent.

Hongkong liegt bei Schattenbanken ganz vorne

Das größte parallele Bankensystem haben die USA: Die Schattenbanken hatten dort 2011 ein Kapital von 23 Billionen Dollar angesammelt. Auf dem zweiten und dritten Platz folgten die Eurostaaten mit 22 Billionen Dollar und der wichtige Finanzhandelsplatz Großbritannien mit neun Billionen Dollar.

Die größten Schattenbanken gemessen an ihrem Bruttoinlandsprodukt (BIP) hatten den Angaben zufolge Hongkong (520 Prozent des BIP), die Niederlande (490 Prozent), Großbritannien (370 Prozent), Singapur (260 Prozent) und die Schweiz (210 Prozent).

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Die Aufsicht soll verbessert werden

Die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) hat den FSB damit beauftragt, Vorschläge zum künftigen Umgang mit Schattenbanken zu erarbeiten. Das Gremium kündigte nun an, im September 2013 seine Empfehlungen für eine bessere Beaufsichtigung der Schattenbanken zu veröffentlichen.

Das Financial Stability Board (FSB) wurde auf dem G-20-Gipfel im April 2009 in London als Nachfolger des Financial Stability Forum gegründet. Das FSB hat seinen Sitz bei der Bank für internationalen Zahlungsausgleich in Basel.

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Mitglieder sind internationale Einrichtungen wie die Weltbank, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Europäische Kommission. Chef des FSB ist seit November 2011 der kanadische Notenbank-Chef Mark J. Carney, davor war es der jetzige EZB-Präsident Mario Draghi.

 
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