19.11.2012, 15:36 Uhr | dpa-AFX
BERLIN (dpa-AFX) - Der Deutsche Mieterbund hat die Privatisierung der ostdeutschen TLG-Wohnungen scharf kritisiert und vor Mieterhöhungen gewarnt. "Angesichts der aktuellen Mietpreisentwicklung muss die Bundesregierung alles unternehmen, um preiswerte Wohnungsbestände zu sichern. Sie macht das Gegenteil", teilte Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten am Montag mit. Preissteigerungen für die Miethaushalte seien jetzt vorprogrammiert. Der Bund verkauft rund 11.350 Wohnungen der früheren Treuhandtochter TLG an den Hamburger TAG-Konzern <TEG.ETR>.
Aus Sicht des Mieterbunds dürften Wohnungen der öffentlichen Hand nicht an Finanzinvestoren verkauft werden. Sonst gehe preiswerter Wohnraum verloren, Investitionen in die Wohnungsbestände würden drastisch reduziert. Auch die Umwandlung in Eigentumswohnungen sei kritisch zu sehen. Die TLG-Wohnungen hätten möglicherweise an die Länder, die Kommunen oder Mietergenossenschaften verkauft werden können, so Siebenkotten.
Quelle: dpa-AFX
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