02.01.2013, 08:55 Uhr | dpa, t-online.de, sky
Ab dem Neujahrstag ist es so weit - 55 Cent fürs Porto reichen dann nicht mehr. Ab dem 1. Januar sind für den Standardbrief bei der Deutschen Post drei Cent mehr fällig. Für das Aufstocken der alten Marken auf den Wert von 58 Cent gibt es neue Ergänzungsmarken im Wert von drei Cent. Briefmarkensammler reagierten entrüstet auf das Design und kritisierten das Wertzeichen als zu schlicht, zu einfallslos – oder einfach als die hässlichste Briefmarke der Welt.
Die weiß-graue Briefmarke mit dem roten Viereck sorgt seit Wochen unter Philatelisten für Aufregung, was auch schon die Presse auf den Plan rief. Laut den Online-Ausgaben der "Süddeutschen Zeitung" und der "Welt" mosern Briefmarkenfreunde über die "schlechteste Marke, die je herausgegeben wurde". Ein Sammler verglich sie demnach mit einem "Rabatt-Sammelheft".
Einige fragten, ob es keine Blumen oder wenigstens ein Adler hätte sein können. Ein anderer schrieb: "Mit diesem Entwurf hat die Deutsche Post die 'Goldene Zitrone' für die hässlichste Briefmarke der Welt des Jahres 2012 absolut sicher."
Immerhin hat die neue Marke schon einen Namen in der Sammler-Gemeinde – genannt wird sie der "Weiße Dreier", analog zum "Schwarzen Einser", der ältesten Briefmarke Deutschlands. Die neuen Dreier-Marken gibt es entweder als 20er-Pack zu 60 Cent in der Postfiliale oder einzeln am Briefmarkenautomaten.
Bis einschließlich 31. Dezember ist das alte Porto für den maximal 20 Gramm schweren Standardbrief aber weiterhin gültig. Kunden können also am Silvestertag getrost noch Briefe mit 55 Cent einwerfen.
Wer allerdings im kommenden Jahr noch eine 55er-Marke auf einen Standardbrief klebt, macht dem Adressaten damit womöglich keine Freude: Denn jeder Empfänger muss ein Nachentgelt für zu niedrig frankierte Post entrichten.
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Dies ist das erste Mal seit 15 Jahren, dass die Post die Preise für den Standardbrief erhöht hat. Im Jahr 2003 war Porto sogar um einen Cent auf 55 Cent gesenkt worden. Anfang Oktober hatte die Bundesnetzagentur den Antrag des Bonner Konzerns genehmigt.
Hintergrund sind die gestiegenen Kosten bei einem rückläufigen Volumen des klassischen Briefgeschäftes. Briefe werden immer weniger befördert, weil das Internet mit E-Mail und sozialen Netzwerken die Welt der Kommunikation erobert hat.
Teurer wird neben dem Standardbrief auch der sogenannte Maxibrief bis 1000 Gramm. Er kostet bislang 2,20 Euro. Ab 1. Januar werden 2,40 Euro für das Porto fällig.
Das Porto für den Kompaktbrief (90 Cent), den Großbrief (1,45 Euro) und die Postkarte (45 Cent) ändert sich dagegen nicht.
Quelle: dpa, t-online.de, sky
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