31.01.2013, 17:02 Uhr | dpa-AFX
ATLANTA (dpa-AFX) - Der US-Paketdienst UPS blickt nach der gescheiterten Übernahme des Wettbewerbers TNT Express mit gedämpften Erwartungen in die Zukunft. Nachdem im vergangenen Jahr milliardenschwere Abschreibungen bei den Betriebsrenten den Großteil des Gewinns aufzehrten, rechnet Vorstandschef Scott Davis im laufenden Jahr auch im eigentlichen Geschäft nur mit einem Gewinnplus von sechs bis zwölf Prozent. Analysten hatten mehr erwartet. Die Aktie verlor zum Handelsauftakt über zwei Prozent.
Unter dem Strich verdiente UPS im abgelaufenen Jahr 807 Millionen US-Dollar und damit nur gut ein Fünftel so viel wie ein Jahr zuvor. Wegen der Marktwertanpassungen bei den Betriebsrenten schrumpfte der Gewinn je Aktie (EPS) auf 0,83 Dollar. Ohne diese Belastung, die den Konzern im vierten Quartal tief in die roten Zahlen zog, hätte der Konkurrent der Deutschen Post <DPW.ETR> mit 4,53 Dollar je Anteilsschein so viel verdient wie nie zuvor in seiner Unternehmensgeschichte.
ERWARTUNGEN ENTTÄUSCHT
Selbst angesichts der unsicheren Weltwirtschaftslage erwartet UPS-Chef Davis für das laufende Jahr weitere Steigerungen. Um Sonderposten bereinigt, soll der Gewinn je Aktie (EPS) auf 4,80 bis 5,06 Dollar steigen. "Trotz der mäßigen Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft in diesem Jahr und der Unsicherheit in den USA wegen der fehlenden Fortschritte in Washington, wird das UPS-Geschäftsmodell verlässlich Gewinne liefern", sagte Davis. Dennoch enttäuschte er die Erwartungen der Experten, die ein stärkeres Gewinnwachstum vorausgesagt hatten.
UPS-Finanzchef Kurt Kuehn erwartet, dass das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr hinter den langfristigen Trends zurückbleibt. Logistikfirmen gelten als Barometer für die Konjunktur. Sie arbeiten für so gut wie alle Branchen und für Privatkunden.
WIRBELSTURM "SANDY" BELASTET
Zuletzt lief es für UPS im operativen Geschäft schlechter als erwartet. Der Umsatz kletterte im vierten Quartal zwar überraschend stark um drei Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar. Doch der Gewinn je Aktie blieb - auch um Sondereffekte wie die Betriebsrenten bereinigt - mit 1,32 Dollar hinter den Berechnungen der Analysten zurück. Alleine die Folgen des Wirbelsturms "Sandy" Ende Oktober, der an der US-Ostküste und New York das öffentliche Leben zeitweise lahmgelegt hatte, belasteten den Gewinn je Aktie den Angaben zufolge mit fünf Cent.
Erst am Mittwoch war UPS endgültig mit dem Vorhaben gescheitert, den niederländischen Konkurrenten TNT Express zu schlucken. Mit der 5,2 Milliarden Euro schweren Übernahme hätten die Amerikaner in Europa im lukrativen Expressgeschäft zum hiesigen Platzhirsch Deutsche PostDHL aufschließen können. Die EU-Kommission schob dem jedoch einen Riegel vor, weil sie den Wettbewerb in Gefahr sah.
UPS will seine Anteilseigner nun mit einem ausgeweiteten Aktienrückkauf bei Laune halten. Statt 1,5 Milliarden Dollar, wie bisher geplant, sollen in diesem Jahr nun voraussichtlich 4 Milliarden Dollar in den Rückkauf eigener Papiere fließen, wie das Management ankündigte. An Geld fehlt es dem Unternehmen nicht: Die teuren Wertberichtigungen im Betriebsrentensystem sind ein reiner Bucheffekt.
31.01.2013, 17:02 Uhr | dpa-AFX
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