01.03.2013, 19:00 Uhr | dpa-AFX, t-online.de
"Ein Auto, viele Nutzer" heißt das einfache Konzept von Carsharing. Das Fahrzeug-Teilen wird immer beliebter, wie kürzlich eine Studie zeigte. Auf diesem Markt tummeln sich auch immer mehr Automobilhersteller. Jetzt springt Ford auf diesen Zug auf - als bisher einziger Autobauer mit einem bundesweiten Netz.
Das neue Angebot trägt den Namen Ford2Go, soll im zweiten Quartal starten und nach und nach ausgebaut werden. Autos in ganz Deutschland kann Ford anbieten, weil das Unternehmen mit Flinkster kooperiert, dem Carsharing-Dienst der Deutschen Bahn. Man habe ein entsprechendes Abkommen für die neue Plattform unterzeichnet, teilte der Autobauer mit.
In dem Konzept des Kölner Autobauers sind die Handelspartner des Unternehmens eingebunden. Sie sollen sich um den Kundenservice kümmern und die Fahrzeuge bereitstellen. Ford gehe damit einen weiteren Schritt Richtung nachhaltiger Mobilität, sagte der Chef der Ford-Werke, Bernhard Mattes. "Wir sehen zudem für Privat- und Gewerbekunden ein hohes Wachstumspotenzial".
Durch die Kooperation mit Ford würden die Flinkster-Angebote kontinuierlich steigen, erklärte Rolf Lübke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bahntochter DB Rent GmbH. Das Unternehmen soll für das neue Carsharing-Programm ein internetbasiertes Buchungssystem entwickeln sowie Anwendungen für Smartphones.
Erst am Dienstag hatte der Bundesverband Carsharing eine Bilanz für das vergangene Jahr vorgelegt. Danach nutzten knapp eine halbe Million Autofahrer die Angebote zur gemeinschaftlichen Nutzung von Autos. Es sei der größte Zuwachs bei Nutzerzahlen und bei den Fahrzeugangeboten gewesen. Viele Autofahrer hätten ihr Fahrzeug abgeschafft und bedienten sich der verschiedenen Angebote zum Auto-Teilen. Im internationalen Vergleich nimmt Deutschland den zweiten Platz ein.
Nach Angaben des Verbandes gibt es auf dem Markt inzwischen zahlreiche regionale und lokale Carsharing-Anbieter - Tendenz steigend. Zu den bekanntesten Anbietern gehören Stadtmobil, Cambio, Stattauto München, aber auch die Carsharing-Marken der großen Hersteller Car2Go (Mercedes), DriveNow (BMW) und Quicar (VW).
01.03.2013, 19:00 Uhr | dpa-AFX, t-online.de
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