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    Bochumer Betriebsratschef kritisiert Opel-Strategie der IG Metall

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    Bochumer Betriebsratschef kritisiert Opel-Strategie der IG Metall

    27.03.2013, 13:09 Uhr | dpa-AFX

    BOCHUM (dpa-AFX) - Der Betriebsratsvorsitzende des Bochumer Opel-Werks, Rainer Einenkel, hat die Strategie der IG Metall bei den Verhandlungen über den Sanierungsplan für den angeschlagenen Autobauer kritisiert. "Ich hätte mir gewünscht, die Gewerkschaft wäre mit einem eigenen Konzept in die Gespräche gegangen", sagte Einenkel am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Ob mit der angedrohten Schließung des Bochumer Werks andere Opel-Standorte dauerhaft gesichert werden könnten, müsse sich erst zeigen. Der Vorstand der IG Metall wollte am Mittwoch abschließend über den Tarifvertrag entscheiden.

    Die Bochumer Belegschaft hatte als einzige der fünf Opel-Standorte in Deutschland den Sanierungsplan abgelehnt. Mit dem zwischen Gewerkschaft, Betriebsrat und Unternehmen erarbeiteten Tarifvertrag sollte das Aus für die Fahrzeugproduktion in Bochum um zwei Jahre auf Ende 2016 verschoben werden. Jetzt will die Firmenleitung die Produktion Ende 2014 auslaufen lassen. Bis dahin gilt noch ein Kündigungsschutz.

    Einenkel warf Gewerkschaft und Gesamtbetriebsrat erneut vor, die Verhandlungen mit dem Management über die Köpfe der Bochumer Belegschaft und ihrer Vertreter hinweg geführt zu haben. "Es wurde so gut wie nie mit uns geredet." Er habe nur fertige Ergebnisse präsentiert bekommen. "Solidarität stelle ich mit anders vor." In der IG Metall gebe es jetzt "einigen Klärungsbedarf".

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    Opel hatte nach dem Nein in Bochum weitere Gespräche über die Zukunft des Werks abgelehnt. Nach Einenkels Worten gibt es derzeit keinen Kontakt zwischen dem Bochumer Betriebsrat und dem Management. Der Bochumer Betriebsrat sei jederzeit zu Gesprächen bereit. "Es darf aber nicht die Vorbedingung geben, dass wir erst der Abwicklung des Werks zustimmen müssen, um dann darüber reden zu dürfen, wer ein bisschen länger bleiben darf."

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