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    Pferdefleisch-Skandal: Betrug ist größer als bisher bekannt

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    Betrug mit Pferdefleisch größer als bisher bekannt

    12.04.2013, 08:51 Uhr | dpa

    Pferdefleisch-Skandal: Betrug ist größer als bisher bekannt . Pferdefleisch in der Auslage einer Ross-Schlachterei (Quelle: dpa)

    Pferdefleisch in der Auslage einer Ross-Schlachterei (Quelle: dpa)

    Der europaweite Betrug mit falsch deklariertem Pferdefleisch ist noch größer als bislang bekannt. Bereits seit mehr als zwei Jahren soll ein Großhändler aus den Niederlanden Pferdefleisch falsch etikettiert und verkauft haben. Bei ihren Nachforschungen stießen die Behörden laut EU-Kommission auf insgesamt 50.000 Tonnen Fleisch, bei denen die Herkunft unklar ist. In Deutschland sind nach Angaben des Bundesverbraucherministeriums etwa 124 Betriebe betroffen.

    Schnellwarnsystem ermittelte betroffene Betriebe

    "Die niederländischen Behörden haben bestätigt, dass Pferdefleisch mit Rindfleisch vermischt wurde", sagte der Sprecher von Verbraucherschutz-Kommissar Tonio Borg. Die Niederlande hätten eine "umfassende betrügerische Kette" aufgedeckt.

    Über das europäische Schnellwarnsystem wurden dem Ministerium zufolge die Namen der Betriebe ermittelt. Laut EU-Kommission ist von dem Großhändler in den Niederlanden zwischen dem 1. Januar 2011 und dem 15. Februar 2013 falsch etikettiertes Fleisch verkauft worden. Der größte Teil der 50.000 Tonnen Fleisch wurde laut den niederländischen Kontrollbehörden vermutlich bereits verzehrt. Doch ein Teil sei auch in Tiefkühlprodukten verarbeitet worden. Der Großhändler habe das Fleisch an rund 500 Betriebe geliefert, darunter 132 Betriebe in den Niederlanden und 370 in 16 EU-Staaten.

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    Skandal betrifft fast alle Bundesländer

    Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) schloss nicht aus, dass falsch etikettiertes Fleisch auch in Deutschland bereits gegessen wurde. Betroffen seien Händler, weiterverarbeitende Betriebe sowie Metzgereien in allen Bundesländern bis auf Bremen und das Saarland. Der Verzehr solcher Produkte sei aber nicht gesundheitsgefährdend.

    Auf die Frage, ob sich der Skandal noch ausweiten könnte, meinte die Ministerin: "Man kann nie etwas ausschließen."

    Skandal streckt sich über Europa

    Schon vor mehreren Wochen war ein großer Pferdefleisch-Skandal bekanntgeworden. In zahlreichen Tiefkühl-Fertiggerichten, die angeblich nur Rindfleisch enthalten sollten, wurde Pferdefleisch entdeckt. Ermittlungen zeigten, dass die Handelswege weit verzweigt waren und in verschiedene europäische Länder führten.

    Verbraucher-Vertrauen ist geschädigt

    Verbraucherverbände, Politik und die Lebensmittelbranche verlangten eine schnelle Aufklärung. Das Vertrauen der Verbraucher sei beschädigt, erklärte ein Sprecher der Lebensmittelindustrie. Alle Händler müssten so schnell wie möglich die Ware aufspüren.

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    Verdächtiger will klagen

    Der verdächtige Unternehmer will nun gerichtliche Schritte gegen die Kontrollbehörde unternehmen. Die Maßnahme sei unbegreiflich, sagte sein Anwalt Frank Peters dem niederländischen Radio. "Das Fleisch kann man normal essen, und es wurde unter Aufsicht der Behörde verkauft."

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