16.04.2013, 08:13 Uhr | t-online.de, dpa-AFX
Immobilienspekulationen in den USA haben Lehman in die Pleite gerissen, doch das Geld konnte offenbar gerettet werden (Quelle: imago/UPI Photo)
Gute Nachricht für die Kunden des europäischen Ablegers von Lehman Brothers: Sie dürfen laut dem Verwalter der untergegangenen Investmentbank, der Wirtschaftsberatungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), auf die komplette Rückzahlung ihres Geldes hoffen. Das wäre "eine kleine Sensation", wie der "Spiegel" schreibt.
In den vergangenen sechs Monaten habe es eine Reihe juristischer Erfolge gegeben, teilte PwC in London mit. Während die Forderungen anderer insolventer Lehman-Gesellschaften - etwa in den USA, der Schweiz und Luxemburg - abgestuft wurden, seien die Ansprüche von Lehman Brothers International Europe (LBIE) in der Rangfolge nach oben geklettert.
Die Insolvenzverfahren laufen großenteils getrennt voneinander. LBIE war der größte und komplexeste Teil der im September 2008 gescheiterten US-Investmentbank. Tony Lomas, Chef des Lehman-Verwalterteams bei PwC, bezeichnete die Entwicklung als "signifikanten Meilenstein".
Es sei noch viel zu tun, bis es zur endgültigen Abwicklung kommen könne, sagte Lomas. "Aber wir gehen davon aus, dass wir in nächster Zukunft eine zweite, beachtliche Dividende an die Gläubiger auszahlen können, was uns unserem neuen Ziel einen weiteren Schritt näher bringen wird."
Seit dem Start des Abwicklungsprozesses seien bereits 13,6 Milliarden Pfund (knapp 16 Milliarden Euro) an die Gläubiger ausgeschüttet worden. Durch juristische Einigungen in der Vergangenheit gebe es Anlass für Optimismus, noch in diesem Jahr weitere 9,1 Milliarden US-Dollar (knapp sieben Milliarden Euro) auszahlen zu können.
Lehman-Gläubiger in Australien kommen dagegen schlechter weg - sie sollen nur 45 Prozent ihrer Einlagen zurückerhalten, und das auch nur dann, wenn sie ihre Klagen gegen Lehman zurücknehmen. Lehman Australien verfügt noch über Vermögenswerte in Höhe von 300 Millionen australische Dollars (240 Millionen Euro). Sie sollen unter den Gläubigern aufgeteilt werden, zu denen auch 70 Gemeindeverwaltungen, Kirchen und Wohltätigkeitsorganisationen gehören.
Weit vorangeschritten ist auch das Insolvenzverfahren der deutschen Lehman-Tochter. Dem Insolvenzverwalter gelang es bislang, rund 15 Milliarden Euro für die Gläubiger zu sichern. Dadurch konnten ihre Ansprüche zu etwa 80 Prozent befriedigt werden - ein Rekordwert. Lehman Brothers war wegen missglückter Spekulationen auf dem US-Häusermarkt zusammengebrochen. Die Insolvenz gilt als Höhepunkt der Finanzkrise.
16.04.2013, 08:13 Uhr | t-online.de, dpa-AFX
Kommentare
/ 33Top Partner
Diesen Artikel...
Einsatzkräfte müssen in Colorado hohes Wagnis eingehen. zum Video
Salonfähig, oder nicht? Moderatorin verausgabt sich bei TV-Aufzeichnung. mehr
Für mehr Sicherheit, Schnelligkeit und Komfort. Zum Download
Wechseln Sie jetzt Ihre Kfz-Versicherung und sparen Sie bares Geld. Kfz-Versicherung vergleichen
Lernen Sie eine neue Sprache mit mobilen Apps und Live-Coach.
Jetzt kennenlernen
Tablet-PCs in verschiedenen Größen von allen Topmarken - jetzt zu Knallerpreisen bei eBay.de.
7 Flaschen Aurora + 2 Weingläser nur 49,- € statt 91,20 €. Jetzt zugreifen auf Hawesko.de.
Mit Tiefpreisgarantie: Patronen für Canon-, Epson- und HP-Drucker. bei druckerzubehoer.de