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    Commerzbank: Azubi unterschlägt Kundengelder

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    Bankraub  

    Commerzbank: Krimineller Azubi plünderte Kundenkonten

    07.05.2013, 13:12 Uhr | dpa

    Moderner Bankraub: Ein ehemaliger Azubi der Commerzbank hat vor Gericht die Unterschlagung von Kundengeldern eingeräumt. Er habe keine Hemmungen gehabt, weil alles virtuell abgelaufen sei, sagte der 24-Jährige am Montag vor dem Landgericht Mannheim. Er gestand, gemeinsam mit Komplizen Computer in Bankfilialen so manipuliert zu haben, dass er Kundendaten abgreifen und ändern konnte.

    Über die Mitarbeiterzugänge von Kollegen habe er durch ein ausgeklügeltes System aus Online-Banking, EC-Karten und gefälschten Überweisungen sich und seinen Helfern Zugang zu Kundengeldern in Höhe von rund 340.000 Euro verschafft.

    Ermutigung von österreichischen Komplizen

    Der 24-Jährige sagte, er sei von österreichischen Komplizen, die er in Chaträumen kennengelernt hatte, technisch angeleitet und ermutigt worden: "Er war eine Art Mentor für mich", sagte er über einen Mittäter, der ihn mit dem nötigen technischen Know-how versorgt habe. "Ich habe mich ihm bewiesen durch diese Taten." Auf die wiederholte Frage des Gerichts, wer genau die Taten vorgeschlagen habe, gab der Angeklagte an, sich nicht erinnern zu können.

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    Komplize kommt wohl mit Bewährungsstrafe davon

    Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet unter anderem auf gewerbs- und bandenmäßigen Computerbetrug. Dem 24-Jährigen droht bei einer Verurteilung der Gang ins Gefängnis. Ein mitangeklagter 26 Jahre alter Komplize könnte dagegen im Falle eines Geständnisses mit einer zur Bewährung ausgesetzten Strafe davonkommen. Er war unter anderem an den Abhebungen an verschiedenen Bankautomaten beteiligt.

    Der 24-Jährige gab an, etwa 60.000 Euro der abgezweigten Kundengelder selbst ausgegeben zu haben. Von dem erbeuteten Geld hätten sich die Angeklagten unter anderem ein Auto gekauft, das im Kennzeichen die Buchstaben "BR" enthält. Diese Kombination stehe für "Bankräuber", erklärte er.

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