13.06.2013, 13:04 Uhr | t-online.de
Die Kaffeekette Starbucks versucht mit allen Mitteln in Europa die Wende zu schaffen. Nachdem vor einigen Monaten ein Angriff auf deutsche Bahnhöfe angekündigt wurde, will das US-Unternehmen nun zukünftig Kaffee ins Büro liefern. Unter dem Namen "Corner Café" sollen große Bürogebäude auf dem ganzen Kontinent mit Starbucks-Kaffeeautomaten ausgestattet werden, damit sich die Mitarbeiter ohne großen Aufwand mit Cappuccino, Espresso, Chai Tea Latte, heißer Schokolade und ganz normalem Kaffee versorgen können. Das berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ).
In der Schweiz wurde bereits der erste Schritt vollzogen. Im letzten halben Jahr wurden bei unseren Nachbarn 17 Automaten in verschiedenen Bürogebäuden aufgestellt, unter anderem in Banken und einem Bahnunternehmen, berichtet "WSJ". Im Durchschnitt verkaufe das Unternehmen pro Automat 100 Getränke am Tag, bezahlt entweder vom Mitarbeiter oder vom Arbeitgeber.
Doch der Angriff soll auf dem gesamten Kontinent vollzogen werden. Die nächsten Zielländer sind nach Informationen der Zeitung Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Finnland und Österreich.
Zwar sei der Umsatz mit den herkömmlichen Läden in einigen Märkten wie zum Beispiel Finnland nicht sehr hoch, doch die Marke sei dennoch bekannt. Das liege daran, dass "viele Leute auf Reisen bei Starbucks haltmachen oder die Produkte aus dem Supermarkt kennen", sagt Matt Sikes, Europachef für die Geschäftsentwicklung bei Starbucks. Binnen weniger Jahre sollen tausende Automatenstationen in Europa entstehen, fügt der Manager im Gespräch mit "WSJ" hinzu.
Starbucks muss dringend etwas unternehmen, denn das Geschäft in Europa ist rückläufig. Im vergangenem Geschäftsjahr bis Ende September 2012 hat der Konzern der Zeitung zufolge in der Region Europa, Naher Osten und Afrika einen Umsatz von 1,1 Milliarden US-Dollar erzielt. Das sei zwar etwas mehr als im Jahr davor, doch die Erlöse habe der Konzern jedoch nicht in Gewinne ummünzen können: Das operative Ergebnis brach im selben Zeitraum um drei Viertel auf 10,4 Millionen Dollar ein, berichtet das Blatt.
keine gültigen Elemente gefunden!In Deutschland zum Beispiel machen insbesondere Konkurrenten wie Tschibo der Kette das Wachstum schwer. Deshalb will Starbucks seine Präsenz fast verzehnfachen - derzeit gibt es 150 Filialen hierzulande. Die Amerikaner wollen außerdem viel Geld in ein Marketingprogramm stecken. "Wir investieren Millionen, um neue Cafés zu eröffnen und bestehende zu renovieren, so wie das an den Hackesche Höfen in Berlin", sagte unlängst Europachefin Michelle Glass. Die Kette werde "viel stärker in Bahnhöfen und Flughäfen auftauchen", kündigte Glass an.
Europaweit gebe es aber noch weitere Maßnahmen, die der Konzern ergreift, um sein Geschäft aufzufrischen. So werden einige Cafés umgestaltet, andere teure Standorte geschlossen. Außerdem wolle Starbucks das Risiko besser verteilen, indem verstärkt Partnerschaften geschlossen werden. Viele der neuen Cafés in Europa würden an Partner lizensiert werden, die Erfahrung in den jeweiligen Märkten vorweisen können, heißt es in dem Bericht.
Mit der Strategie "Büro" könnte Starbucks richtig liegen, denn europäische Angestellte trinken sehr viel des braunen Getränks. Nach Informationen von "WSJ" würden insgesamt 29 Milliarden Tassen Kaffee im Jahr von ihnen verzehrt werden. Der Vertriebschef des Schweizer Unternehmens Selecta, Jan Marck Vrijland, schätzt, dass es etwa 2,2 Millionen Kaffeeautomaten in Europa gibt.
"Viele Menschen, die ihren Arbeitsplatz nicht für eine Tasse Kaffee verlassen können oder wollen, wären durchaus bereit, einen Aufschlag für Premium-Kaffee zu zahlen, um ihren Koffein-Kick am Arbeitsplatz zu bekommen", sagt er der Zeitung.
In vielen Märkten hat sich die Marke Starbucks mit der "We Proudly Serve"-Werbekampagne mit Partnern wie Hotels und Universitäten bereits etabliert, doch Marken-Kaffeeautomaten seien laut Selecta neu in Europa. "Dieses Angebot gibt es bislang nicht", fügt der Manager an.
Starbucks-Manager Sikes wolle indes keine finanziellen Erwartungen für das Projekt nennen. Dennoch seien die Corner Cafés ein zentraler Baustein in der Zielsetzung von Starbucks, "die Frequenz unserer Getränke-Transaktionen zu erhöhen".
13.06.2013, 13:04 Uhr | t-online.de
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