22.06.2013, 11:24 Uhr | t-online.de
Die angeschlagene Warenhauskette Karstadt selbst kommt nicht raus aus der Krise, die Sanierung des Konzerns stockt. Karstadt-Investor Nicolas Berggruen muss das aber nicht wirklich kümmern: Er verdient derzeit prächtig am Immobilienboom in Berlin, wie die "Wirtschaftswoche" meldet.
Dem Bericht zufolge investierte Berggruens Immobilienholding seit 2005 rund 300 Millionen Euro in den Erwerb und die Sanierung von rund 100 Wohn- und Geschäftshäusern in Berlin und Potsdam. Deren Wert soll demnach inzwischen bei rund 450 Millionen Euro liegen.
Die zuletzt veröffentlichten Bilanzen von zwölf Berggruen-Immobiliengesellschaften weisen für Ende 2011 ein Anlagevolumen von zusammen 417,6 Millionen Euro aus. Seither haben sich die Immobilienpreise weiter stark nach oben entwickelt. Eine Sprecherin des Unternehmers wollte sich nicht zu Details äußern.
Neben typischen Berliner Mietskasernen besitzt Berggruen in der Bundeshauptstadt etwa das bekannte Café Moskau, die Sarotti-Höfe und das einst königliche Hauptpostamt in Potsdam. Mitte Mai kaufte seine Holding ein 80.000-Quadratmeter-Grundstück in Berlin-Friedrichshain. Im früheren Stammwerk von Knorr-Bremse, das seit August 2012 zu Berggruens Immobilieneigentümern gehört, residiert seit Kurzem der Onlinehändler und Karstadt-Konkurrent Zalando.
22.06.2013, 11:24 Uhr | t-online.de
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