12.07.2013, 14:23 Uhr | dpa, rtr, t-online.de
Die Verkaufskrise auf dem europäischen Automarkt macht den Autobauern weiter zu schaffen. So haben VW und Renault von Januar bis Juni herbe Absatzrückgänge auf dem Kontinent verzeichnet. Doch während beide Hersteller auch für die Zukunft in Europa schwarz sehen, sorgt zumindest ein Branchenvertreter für einen leichten Hoffungsschimmer. So erkennt der US-Autobauer Ford seinem Europachef Stephen Odell zufolge erste "Zeichen der Stabilität". "Im nächsten Jahr sollte der europäische Markt beginnen zu wachsen", sagte er bei einer Pressekonferenz am Konzernstammsitz in Dearborn im US-Bundesstaat Michigan. So erwarte Ford, 2015 im Europageschäft wieder schwarze Zahlen zu schreiben.
Bei seinem Ausblick räumte Odell allerdings ein, dass dieser völlig anders ausfalle als der von Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn. Der Renault-Manager hatte in dieser Woche gesagt, dass der französische Hersteller keineswegs sicher sei, ob schon der Tiefpunkt der Absatzkrise erreicht ist. Nicht viel optimistischer äußerte sich VW-Vertriebschef Christian Klingler bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen des Konzerns in Wolfsburg. Auch ihm zufolge bleibt das wirtschaftliche Umfeld "vor allem in Europa weiter angespannt".
Grund für die pessimistischen Einschätzungen von VW und Renault liefern die jüngsten Verkaufszahlen der Konzerne. Während VW mit seinen Marken Volkswagen, Audi, Porsche und Seat in Europa von Januar bis Juni 3,5 Prozent weniger Neuwagen (1,87 Millionen) absetzen konnte, lieferte Renault sogar 7,3 Prozent (1,3 Millionen) weniger Fahrzeuge aus.
Anders in China, wo die Wolfsburger ungebremst zulegen und ihren Absatz um satte 19 Prozent steigern konnten. So verkauft Europas größter Autobauer im Reich der Mitte mittlerweile jedes dritte seiner Fahrzeuge. Zusammen mit den gestiegenen Verkäufen in den USA konnte VW seine Europa-Einbußen dadurch mehr als ausbügeln und seine weltweiten Auslieferungen in der ersten Jahreshälfte um 5,5 Prozent auf 4,7 Millionen Neuwagen steigern.
Deshalb setzt VW auch weiterhin auf China. Von den insgesamt sieben neuen Werken, die der Hersteller in dem asiatischen Riesenreich baut, sollen fünf noch dieses Jahr eröffnen. Der Konzern fertigt in bislang zwölf chinesischen Standorten rund 20 Pkw-Modelle der Marken Volkswagen, Skoda und Audi. Zudem werden rund 50 Modelle nach China importiert. Bis zum Jahr 2015 sollen schon 30 Modelle lokal produziert und 60 Modelle importiert werden. Ob die spanische Tochter Seat demnächst lokal produzieren soll, hat der Konzern noch nicht entschieden.
VW-China-Chef Jochem Heizmann betonte in einer aktuellen Mitteilung, dass der Konzern als chinesischer Marktführer das generelle Wachstumstempo des Marktes sogar schon übertroffen habe (19 gegenüber 16,3 Prozent). "Um die Ansprüche der chinesischen Kunden in dem stark wachsenden Markt zu erfüllen, muss Volkswagen seine Produktionskapazitäten ausbauen und sich auf nachhaltige Entwicklung konzentrieren", sagte er.
12.07.2013, 14:23 Uhr | dpa, rtr, t-online.de
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