Mehr Transparenz
Aigner fordert Vergleich für Bankgebühren im Internet18.08.2013, 13:25 Uhr | rtr, dpa-AFX
Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will mehr Transparenz bei Dispozinsen und weiteren Bankgebühren (Quelle: dpa)
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat von den Banken gefordert, ihre Preise im Internet vergleichbar zu machen. "Wenn es Banken und Sparkassen ernst meinen mit der Zusage von mehr Transparenz, können sie morgen schon den ersten Schritt machen und ihre Dispozinsen im Internet veröffentlichen", erklärte ihr Sprecher Holger Eichele am Sonntag. Aigner selbst hatte am Samstag der "Süddeutschen Zeitung" gesagt: "Mit versteckten Kosten muss Schluss sein."
Eine ähnliche Initiative hatte die EU-Kommission gestartet. Gebühren oder auch Angaben zu Dispozinsen sollen demnach im Internet und nicht nur in den Filialen der Banken einzusehen sein. Gegner des Vorschlags fürchten unter anderem den Bürokratie-Aufwand.
Der Bundesverband deutscher Banken, in dem die privaten Banken organisiert sind, stehe der Idee "unvoreingenommen" gegenüber, hieß es in einer Stellungnahme. Die Empfehlung, die Dispozinsen transparent zu machen, hätten die Institute sofort umgesetzt. Voraussetzung für die Online-Veröffentlichung der Gebühren sei jedoch eine echte Vergleichbarkeit, sagte Michael Kemmer, Geschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken. Jetzige Angebote seien mehr schlecht als recht.
Die EU-Kommission hatte im Mai ihre Vorschläge für günstigere und transparente Bankkonten veröffentlicht. Demnach sollte in jedem Mitgliedstaat mindestens eine Webseite eingerichtet werden, auf der die Preise für die am häufigsten angebotenen Dienste aufgelistet werden. Gemeinsame Standards sollten dabei die Vergleichbarkeit gewährleisten.
Als zweiten Schritt nach der Veröffentlichung der Dispozinsen sei ein Vergleichsportal nötig, in dem alle Kosten, Gebühren und Zinsen transparent gemacht werden sollten, forderte Aigners Sprecher. "Die Verbraucher müssen auf einen Blick erkennen können, was eine Bank bietet und was ihr Service kostet."
In Deutschland wird seit Jahren über die Überziehungszinsen gestritten. Im Oktober scheiterte im Bundesrat ein Vorstoß zur gesetzlichen Deckelung. Im Dezember meldeten Verbraucherschützer einen ersten Erfolg beim Kampf gegen überzogene Zinssätze. Demnach hatten bei einer Untersuchung der Zeitschrift "Finanztest" 150 von 350 überprüften Banken ihre Dispozinsen gesenkt. Das Blatt ermittelte Zinssätze zwischen unter fünf und über 14 Prozent. Aigner wertete den Test damals als gutes Signal und forderte die Institute auf, die Kosten für die Kontoüberziehung auf einen Blick auch im Internet transparent zu machen.
18.08.2013, 13:25 Uhr | rtr, dpa-AFX
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