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Noch größere Schäden an Rader Hochbrücke

19.08.2013, 19:47 Uhr | dpa-AFX

BORGSTEDT (dpa-AFX) - An der maroden Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg sind die Schäden zum Teil noch größer als bisher bekannt. Bei den laufenden Reparaturarbeiten entdeckten Spezialisten an sechs Pfeilern überraschend massive Schäden im Beton. Die Arbeiten an diesen Pfeilern in der Mitte der Brücke werden jetzt länger dauern als vorgesehen, aber insgesamt soll der Zeitplan gehalten werden. "Wir versuchen trotzdem, das bis Ende November hinzukriegen", sagte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) am Montag bei einem Ortstermin auf der Rader Insel. "Vor Überraschungen ist man nie sicher."

Die für den Verkehr zwischen Hamburg und Dänemark sehr wichtige Rader Hochbrücke im Verlauf der A7 ist wegen Schäden an den Pfeilern seit drei Wochen aus Sicherheitsgründen für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt. Alle anderen können in beide Richtungen nur eine Spur nutzen. Der Verkehr ist deshalb derzeit vor allem an den Wochenenden stark beeinträchtigt, weil viele Urlauber unterwegs sind. "In der Woche hat sich das mehr oder weniger eingependelt", sagte Meyer. Die Reparaturen sollen mehr als eine Million Euro kosten.

Im Hinblick auf die Belastungen für Urlauber und Lastverkehr sagte der Verkehrsminister: "Wir können im Moment wirklich nur um Geduld bitten." Er glaube nicht, dass der Tourismus im Norden Schaden nehme, äußerte Meyer. Viele Urlauber hätten ihre Quartiere schon vorher gebucht und Staus gebe es auch anderswo auf dem Weg in den Norden.

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In den sechs Betonpfeilern auf der Rader Insel wurden Schadstellen gefunden, die 35 Zentimeter tief sind. "Es liegt an der damaligen Herstellung", sagte der Leiter der Rendsburger Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, Matthias Paraknewitz, zu den Schäden in den Betonpfeilern. Die Brücke war 1972 fertig geworden.

Insgesamt wurden zur Stabilisierung bisher 16 der 28 Brückenpfeiler mit tonnenschweren Stahlkorsetts versehen. Außerdem wurden 8 von ihnen mit Beton verfüllt. Ihre Sanierung ist damit fertig. Von einem Ponton im Kanal aus wird jetzt auch die Sanierung der sechs Pfeiler vorbereitet, die zwischen Rader Insel und dem Nordufer des Kanals im Wasser stehen. Diese Pfeiler müssen komplett eingerüstet werden, damit sie in luftiger Höhe die Stahlmanschetten bekommen können. Täglich sind an der Brücke etwa 25 Arbeiter im Einsatz.

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