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Friedrich: Jedes Jahr Milliardenschaden durch Wirtschaftsspionage

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Raub am Rohstoff "Geist"  

50 Milliarden Euro Schaden pro Jahr durch Wirtschaftsspionage

28.08.2013, 13:12 Uhr | dpa, t-online.de

Friedrich: Jedes Jahr Milliardenschaden durch Wirtschaftsspionage. Ausgespäht werden Experten zufolge vor allem Mittelstandsfirmen (Quelle: dpa)

Ausgespäht werden Experten zufolge vor allem Mittelstandsfirmen (Quelle: dpa)

Durch Wirtschaftsspionage entsteht in Deutschland nach Schätzung von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) jährlich ein Schaden von etwa 50 Milliarden Euro. Es gebe massive Versuche, den "Rohstoff 'Geist'" in deutschen Unternehmen zu stehlen, sagte Friedrich bei einer Wirtschaftskonferenz in Berlin. Befreundete Staaten aus dem Westen seien allerdings nicht am Ideenklau beteiligt, ergänzte der Chef des Bundesverfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen.

Maaßen sagte, die meisten Angriffe auf deutsche Firmen und Forschungseinrichtungen kämen aus China und Russland. Dagegen gebe es im Bundesamt Bundesamt "keinerlei Erkenntnisse, die die These einer Wirtschaftsspionage aus dem Westen stützen könnten", schrieb Maaßen in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt".

BND-Chef: Keine Spionage durch USA und Großbritannien

Der Chef des Geheimdienstes widersprach damit Vorwürfen in Zusammenhang mit Prism und Tempora, den in diesem Jahr aufgedeckten Überwachungsprogrammen der USA und Großbritanniens. So hatte Bernd Schmidbauer, der langjährige Geheimdienstkoordinator des Kanzleramts, in einem Interview mit der Deutschen Welle behauptet, "unter dem Deckmantel der Terrorabwehr“ werde auch vom Westen Wirtschaftsspionage "in großem Stil" betrieben.

"Hidden Champion 2013"
Diese Firmen sind die Sieger

Auf der Konferenz vereinbarten Bundesregierung, Verfassungsschutz und Spitzenverbände der Wirtschaft ein nationales Schutzkonzept gegen Spionage-Attacken. Die Gefahr von Wirtschaftskriminalität werde immer noch unterschätzt.

Mittelständler sind "bevorzugtes Ziel"

Vor allem Mittelstandsfirmen müssten mehr sensibilisiert werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Nach Darstellung des DIHK sind sich Großkonzerne des Risikos der Industriespionage in der Regel viel bewusster als kleinere Unternehmen. Dabei seien diese "das bevorzugte Ziel ausländischer Spionage", so Maaßen.

Im Kampf gegen Wirtschaftsspionage soll etwa eine gemeinsame Internetplattform aufgebaut und im Innenministerium ein Beauftragter für Wirtschaftsschutz die Maßnahmen koordinieren. Eine Pflicht für Firmen, IT-Angriffe den Sicherheitsbehörden zu melden, lehnte die Industrie ab.

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