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Schlappe für Ryanair: Billigflieger muss Anteil an Aer Lingus abbauen

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Beteiligung am Konkurrenten

Ryanair muss Teile von Aer Lingus verkaufen

28.08.2013, 21:40 Uhr | dpa, AFP

Schlappe für Ryanair: Billigflieger muss Anteil an Aer Lingus abbauen.  Die Behörde sieht das Wachstumspotenzial von Aer Lingus durch die Beteiligung des Konkurrenten gehemmt (Quelle: Reuters)

Die Behörde sieht das Wachstumspotenzial von Aer Lingus durch die Beteiligung des Konkurrenten gehemmt (Quelle: Reuters)

 

Schlappe für Ryanair: Obwohl der irische Billigflieger seit Jahren vergeblich versucht den Konkurrenten Aer Lingus zu übernehmen, wurde er jetzt sogar dazu verdonnert, einen großen Teil der bisherigen Anteile zu verkaufen. Die britische Wettbewerbsbehörde entschied, dass Ryanair seinen Anteil von 29,8 Prozent auf fünf Prozent reduzieren muss.

Als Begründung dafür führte die Behörde an, der Wettbewerb auf den Strecken von Irland nach Großbritannien sei beeinträchtigt. Zudem werde Aer Lingus durch den Einfluss des Billigfliegers auch an Kooperationen mit anderen Fluggesellschaften gehindert. Somit sei das Wachstumspotenzial der Fluggesellschaft gehemmt.

Ryanair-Vorstandschef Michael O'Leary nannte die Entscheidung der Kartellbehörde "bizarr" und kündigte Berufung an.

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Konkurrent zeigt sich erleichtert

Freude dagegen bei Aer Lingus: Die Entscheidung der Wettbewerbshüter sei eine erneute Bestätigung dafür, dass die bisherige Minderheitsbeteiligung des härtesten Konkurrenten wettbewerbsschädlich und "völlig konträr" zu den Interessen der Passagiere sei, die zwischen Großbritannien und Irland befördert werden.

Die Behörde bestätigte damit eine vorläufige Entscheidung vom Mai, die besagt, dass es einen Widerspruch zwischen der Rolle von Ryanair als Konkurrent und der als größter Aktionär von Aer Lingus gebe, erklärte die Behörde. Ryanair sei bestrebt, die Wettbewerbsposition seines Gegners zu schwächen, führten sie weiter aus.

Kein Verkauf an andere Airlines

Die frei werdenden Anteile von Aer Lingus dürften nicht von einer anderen Fluggesellschaft gekauft werden, verfügte die Kartellbehörde. Ryanair hatte sich im Juli bereit erklärt, seine Aer-Lingus-Anteile an eine andere EU-Airline zu verkaufen.

Der Billigflieger hatte im Jahr 2006 knapp 30 Prozent an Aer Lingus übernommen. Seitdem hatte der Billigflieger zwei Mal erfolglos versucht, seine Anteile signifikant aufzustocken. Dies scheiterte jeweils an den Wettbewerbshütern der EU.

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