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Stellwerkchaos in Mainz: Bahnchef Rüdiger Grube: Kunden bekommen Entschädigungen

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Nach Chaos in Mainz

Bahnchef Grube plant Personalaufstockung

01.09.2013, 19:33 Uhr | dpa, t-online.de

Stellwerkchaos  in Mainz: Bahnchef Rüdiger Grube: Kunden bekommen Entschädigungen. Rüdiger Grube hat eine "kleine Wiedergutmachung" für Fahrgäste in Aussicht gestellt, die vom Stellwerkchaos betroffen waren (Quelle: dpa)

Rüdiger Grube hat eine "kleine Wiedergutmachung" für Fahrgäste in Aussicht gestellt, die vom Stellwerkchaos betroffen waren (Quelle: dpa)

 

Nach dem Stellwerkchaos von Mainz hat Bahnchef Rüdiger Grube neben Entschädigungen für Fahrgäste auch die Aufstockung des Personal angekündigt angekündigt. "Wir werden deutlich mehr Fahrdienstleiter ausbilden und einstellen. Wir wollen bis Jahresende insgesamt über 600 zusätzlich qualifizieren", sagte Grube dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Gewerkschaft: Probleme noch nicht gelöst

In der Fünf-Jahresplanung seien weitere 1500 neue Stellen vorgesehen. Bislang beschäftige die Bahn 12.500 Fahrdienstleiter.

Die Wiederaufnahme des Fahrplanbetriebs bedeutet nach Einschätzung der Gewerkschaft EVG aber nicht, dass nun alle Probleme gelöst seien. "Für die Reisenden mag sich die Situation augenblicklich entspannt haben, für unsere Kolleginnen und Kollegen aber hält der Stress an, weil weiterhin nach wie vor nur der Mangel verwaltet wird", kritisierte der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Alexander Kirchner, in einer Mitteilung. Erst in den nächsten Wochen werde sich zeigen, wie ernst es den Personalverantwortlichen wirklich sei, die Zahl der Beschäftigten am tatsächlichen Bedarf auszurichten.

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Bahn will Vertrauen zurückgewinnen

Inhaber von Abo-, Jobticket- oder Zeitkarten aus dem Raum Mainz sollen so bis zu 50 Euro erstattet bekommen, teilte die Deutsche Bahn mit. "Mit dem Angebot einer freiwilligen Kulanzleistung wollen wir unseren Stammkunden etwas Gutes tun und verloren gegangenes Vertrauen wieder zurückgewinnen", erklärte der Vorstand Personenverkehr, Ulrich Homburg.

Die Bahn rechnet nach Auskunft eines Sprechers mit einer fünfstelligen Zahl von betroffenen Stamm-Fahrgästen. Insgesamt erwarte der Konzern einen einstelligen Millionenbetrag an freiwilligen Leistungen. Bahnkunden ohne Abo- oder Zeitkarte stehe der Weg über die üblichen Kulanzregelungen offen.

Bahnverkehr seit Anfang August gestört

Mainz war wegen Personalmangels im Stellwerk seit Anfang August teilweise vom Fernverkehr abgekoppelt, auch viele regionale Bahnen hielten nicht. Seit Mitte August fuhren die Züge zumindest an den Wochenenden nach dem üblichen Plan. Von Montag an soll dies auch wieder wochentags gelten. Das Fahrplanchaos steht am gleichen Tag im Verkehrsausschuss des Bundestages auf der Agenda.

Die Kulanzregelung war gemeinsam mit regionalen Verkehrsverbänden getroffen worden. "Ich denke, das ist eine gute Lösung", sagte der Direktor des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd, Michael Heilmann.

Zeitkarte für Nahverkehrsstrecken notwendig

Voraussetzung ist, dass der Bahnkunde eine im August gültige Zeitkarte für Nahverkehrsstrecken im Raum Mainz, Worms, Alzey, Bad Kreuznach, Bingen, Wiesbaden, Darmstadt oder Frankfurt besaß. Im Fernverkehr können Pendler auf den Strecken von Mainz nach Koblenz oder Mannheim die Leistung beantragen.

Für Auszubildende und Schüler gelten besondere Regelungen. Um die Ausfälle bei den Semestertickets auszugleichen, will die Bahn insgesamt rund 50.000 Euro an die Hochschulen im Raum Mainz und Bingen zahlen.

 
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