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Praktiker wird zerschlagen: Ausverkauf beginnt kommende Woche

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Kein Käufer gefunden

Aus für Praktiker

04.09.2013, 16:18 Uhr | rtr, t-online.de

Praktiker Baumarkt in Magdeburg  (Quelle: imago)

Praktiker Baumarkt in Magdeburg (Quelle: imago)

Die Baumarkt-Kette Praktiker verschwindet vom deutschen Markt, der insolvente Konzern wird zerschlagen. In 130 Märkten beginne Ende nächster Woche der Ausverkauf, teilten die vorläufigen Insolvenzverwalter am Mittwoch in Hamburg mit.

Keine realistische Perspektive für Praktiker

"Für die Übernahme der Baumarktkette Praktiker gibt es keine Angebote", teilten die Insolvenzverwalter mit. Schon am Vormittag hatte die "Welt" von einem drohenden Ende der insolventen Baumarktkette berichtet. Laut dem Bericht der Zeitung war es dem vorläufigen Insolvenzverwalter Christopher Seagon nicht gelungen, einen Käufer für den Konzern zu finden. Das Unternehmen sei so stark angeschlagen, dass es keine realistische Perspektive gebe.

Mehrere Angebote für Max Bahr

Unklar ist nun, was mit der ebenfalls insolventen Konzerntochter Max Bahr passiert. Zumindest für diese Baumarktkette sollen Angebote aus dem In- und Ausland vorliegen, wie die "Welt" schreibt. Es bestehe nicht nur Interesse an den 132 Max-Bahr-Märkten, sondern darüber hinaus auch an weiteren 42 Praktiker-Filialen, die auf die Marke Max Bahr umgeflaggt werden sollten. Dazu war es durch die Insolvenz im Juli nicht mehr gekommen.

"Wir sehen deshalb gute Chancen, die Standorte und Arbeitsplätze von Max Bahr zu sichern", erklärten die Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder und Christopher Seagon der Nachrichtenagentur Reuters. Ziel sei es, bis zum 1. Oktober eine Übereinkunft mit dem besten Interessenten zu treffen.

51 Märkte werden gerade verkauft

Von den einstmals 168 Praktiker- und 14 extra Bau- und Hobby-Märkten sind seit einem Monat bereits 51 im Ausverkauf. Den 1500 Angestellten sowie weiteren 1000 geringfügig Beschäftigten sollte zunächst nicht gekündigt werden. Nach Angaben der Insolvenzverwalter besteht nur Interesse an einzelnen Praktiker-Standorten - es gebe aber keine Investoren, die die Warenbestände übernehmen wollten..

Praktiker scheiterte mit Billigstrategie

Im Juli war der lange Überlebenskampf von Praktiker gescheitert, die Baumarktkette meldete Insolvenz an. Zwei Wochen später scheiterte auch die Tochter Max Bahr, die als Hoffnungsträger des Konzern gegolten hatte. Zum Verhängnis war Praktiker auch das Billigkonzept geworden, das unter dem Slogan "20 Prozent auf alles - außer Tiernahrung" beworben wurde.

04.09.2013, 16:18 Uhr | rtr, t-online.de

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