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Währungskommissar warnt: Noch große Risiken in der Eurozone

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Wirtschaft

Währungskommissar warnt: Noch große Risiken in der Eurozone

13.09.2013, 14:07 Uhr | dpa-AFX

MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn hält Europa heute besser vorbereitet auf die Pleite einer Großbank als vor fünf Jahren, sieht aber noch große Risiken. Europa habe Regulierung und Aufsicht verbessert, die Banken müssten ihre Geschäfte mit einem höheren Anteil an Eigenkapital absichern, erklärte Rehn in der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag). Zugleich bestünden noch große Risiken, vor allem in der Euro-Zone. "Die finanzielle Zersplitterung zwischen dem Inneren und der Peripherie der Euro-Zone, die es immer noch gibt, beruht zum großen Teil auf dem anhalten Mangel an Vertrauen rund um den Bankensektor". Dieser Mangel müsse zügig und "mutig" beseitigt werden, sagte Rehn der Zeitung.

Rehn warnte ausdrücklich davor, sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben. "Die Krise ist nicht vom Himmel gefallen", sagte er. "Sie war das Ergebnis von falschem oder unterlassenem Handeln. Politiker und Banker haben Risiken unterschätzt oder ignoriert und zugelassen, dass Banken und Regierungen über ihre Verhältnisse leben", übte Rehn scharfe Kritik an den damals Verantwortlichen. "Die Ursache der Krise war, zusammengefasst, ein Sieg der Hybris über die Klugheit." Europa dürfe deshalb "nie wieder so nachlässig sein", sagte Rehn.

Angesichts neuer Spekulationen um Blasenbildung an den Börsen und auf dem US-Häusermarkt mahnt die Europäische Zentralbank (EZB) zur Vorsicht. In einem Interview mit "Bild" erklärte EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen auf die Frage, ob eine neue Blase oder ein neuer Crash drohten: "Leider haben viele Investoren ein kurzes Gedächtnis. Wir müssen immer damit rechnen, dass es zu Instabilitäten kommt." Deshalb helfe es nur, das Finanzsystem "mit vielen Stoßdämpfern wie zum Beispiel hohen Eigenkapitalpuffern" auszurüsten, um Krisen besser abzufedern. "Wir haben das weltweite Finanzsystem stabiler gegen solche Pleiten gemacht - aber wir sind noch nicht da, wo wir hin müssen", erklärte Asmussen.

13.09.2013, 14:07 Uhr | dpa-AFX

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