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Abgasskandal: VW schließt Milliardenvergleich in Kanada

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Abgasskandal  

VW schließt milliardenschweren Vergleich in Kanada

20.12.2016, 11:41 Uhr | AFP

Abgasskandal: VW schließt Milliardenvergleich in Kanada. Baustelle VW: Auch nach dem neuesten Vergleich in Kanada hat der Konzern noch längst nicht alle, aus seinem Abgasskandal resultierenden Rechtsstreitigkeiten geklärt. (Quelle: dpa)

Baustelle VW: Auch nach dem neuesten Vergleich in Kanada hat der Konzern noch längst nicht alle, aus seinem Abgasskandal resultierenden Rechtsstreitigkeiten geklärt. (Quelle: dpa)

Der Volkswagen-Konzern hat in Kanada einen Vergleich im Abgasskandal um seine Dieselfahrzeuge ausgehandelt. An die gut 100.000 betroffenen Besitzer von Autos mit Zwei-Liter-Motoren sollen insgesamt 2,1 Milliarden kanadische Dollar (1,5 Milliarden Euro) fließen, wie die Wettbewerbsbehörde in Ottawa mitteilte.

Der Vergleich muss demnach noch gerichtlich gebilligt werden. In Kanada wie in den USA stehen außerdem Vergleiche zu Drei-Liter-Motoren noch aus.

Der kanadischen Wettbewerbsbehörde zufolge soll jeder betroffene Fahrer eines Zwei-Liter-Dieselautos zwischen 5000 und 8000 kanadische Dollar erhalten, abhängig vom Fahrzeugmodell. Zugleich können die Besitzer wählen, ob ihr Wagen repariert, von Volkswagen zurückgekauft oder gegen ein anderes Fahrzeug umgetauscht werden soll. Insgesamt geht es um rund 105.000 Autofahrer.

Laut der Wettbewerbsbehörde handelt es sich um "einen der größten Konsumenten-Vergleiche in der kanadischen Geschichte". Die Behörde hatte sich in die Angelegenheit eingeschaltet, weil sie Volkswagen vorwirft, in der Werbung für die Dieselautos "falsche oder irreführende Marketingbehauptungen in Bezug auf die Umweltfreundlichkeit" gemacht zu haben. Von Volkswagen und den klagenden Autobesitzern gab es zunächst keine Stellungnahme zu dem ausgehandelten Vergleich.

Weiteres Verfahren zu Drei-Liter-Autos

Weiter offen ist die Frage, wie viel der Autokonzern in Kanada und den USA für die betroffenen Drei-Liter-Motoren wird zahlen müssen. In Kanada läuft noch ein Verfahren der Wettbewerbsbehörde zu diesen Wagen.

In den USA verzögert sich die abschließende Einigung zu rund 80.000 betroffenen Drei-Liter-Autos seit Tagen. Eine Anhörung vor dem zuständigen Bundesgericht in San Francisco brachte am Freitag kein Ergebnis. Richter Richter Charles Breyer setzte für Montag einen neuen Termin an, doch auch dabei gab es keinen Durchbruch zu verkünden. Breyer vertagte erneut. Die möglicherweise abschließende Anhörung ist für Dienstagabend (MEZ) angesetzt.

Es handele sich um eine "komplizierte Angelegenheit", sagte Breyer laut dem Gerichtsprotokoll. Es gebe "viele Details" zu berücksichtigen und es seien "viele Parteien" involviert. 

VW zahlt Rekordsumme in den USA

In den USA hatte VW im Oktober einen Vergleich zu etwa 500.000 Fahrzeugen mit Zwei-Liter-Motoren geschlossen. Dabei verpflichtete sich der Konzern zur Zahlung der Rekordsumme von 14,7 Milliarden Dollar (14,1 Milliarden Euro). Der im Herbst 2015 bekannt gewordene Skandal um manipulierte Abgaswerte mit Hilfe einer verbotenen Software beschert Volkswagen in zahlreichen Ländern Ermittlungen und finanzielle Forderungen.

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