04.05.2010, 09:16 Uhr | AFP
Die Explosion bei den Gesundheitskosten macht den Krankenkassen zu schaffen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Die Krankenkassen beklagen die Explosion bei den Gesundheitskosten. Viele Kassen erheben aus dem diesem Grund die umstrittenen Zusatzbeiträge und riskieren Ärger mit ihren Versicherten. Jetzt reagiert anscheinend die Regierung auf die Finanznot der Kassen: Der Bund erwägt nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" noch in diesem Jahr die Erhöhung des Krankenkassen-Beitrags.
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) habe diese Möglichkeit bei der ersten Sitzung der von der Regierung eingesetzten Arbeitsgruppe zur Gesundheitsreform Mitte März ins Spiel gebracht, berichtete unter Berufung auf Teilnehmer des Treffens das Nachrichtenmagazin am Samstag vorab aus seiner neuen Ausgabe. Aus Unionskreisen hieß es demnach, dieser Schritt sei "angesichts der Zahlen" nicht mehr auszuschließen.
Der Kommission, die eigentlich über die Einführung einer Kopfpauschale beraten soll, gehören neben Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) und de Maizière noch sechs weitere Minister an. Experten schätzen, dass die Krankenkassen 2011 auf ein Defizit in Höhe von 15 Milliarden Euro zusteuern werden, falls der derzeitige Beitragssatz von 14,9 Prozent gleich bleibt. Viele Kassen mussten bereits in diesem Jahr Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern einfordern.
Quelle: AFP
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