Startseite
Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Versicherungen >

GKV: Neuer Streit um kostenlose Mitversicherung

...

Gesetzliche Krankenkassen

Neuer Streit um kostenlose Mitversicherung

29.06.2011, 18:57 Uhr | dapd, T-Online.de, dapd

Neuer Streit um kostenlose Mitversicherung. GKV: Hausfrauen und -männer sind kostenlos mitversichert (Foto: imago)

GKV: Hausfrauen und -männer sind kostenlos mitversichert (Foto: imago)

 

Wirtschaftsexperten haben das Ende der kostenlosen Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gefordert. Es sei "grob ungerecht", Familien mit einem Verdiener gegenüber Doppelverdiener-Familien zu begünstigen, sagte Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Hausfrauen und -männer sollten ebenfalls in die GKV einzahlen. Die SPD kritisierte den Vorschlag scharf.

Mitversicherung angeblich "Herdprämie"

Die kostenlose Mitversicherung der rund fünf Millionen Hausfrauen und -männer in Deutschland sei "nichts anderes als eine Herdprämie", sagte Pellengahr. Er schlug vor, die Ehepartner mit einer Pauschale von etwa 126 Euro monatlich an den Krankenkassenbeiträgen zu beteiligen. So ließen sich die Beiträge für alle um 0,7 Prozentpunkte senken, rechnete Pellengahr unter Berufung auf eine INSM-Studie des Freiburger Generationenforschers Bernd Raffelhüschen vor.

Laut der Studie geben die deutschen Sozialversicherungen jährlich 100 Milliarden Euro für versicherungsfremde Leistungen aus. Allein bei der gesetzlichen Rentenversicherung seien dies rund 93 Milliarden Euro, sagte Raffelhüschen. Als derartige "Fehlfinanzierung" bezeichnete er etwa die höheren Renten in der DDR, wo die Beitragszahlungen stärker angerechnet würden.

Wirtschaft 
Deutsche Arbeitskosten kräftig gestiegen

Lohnnebenkosten ziehen stärker an als die Bruttolöhne. zum Video

Darüber hinaus sollten Kindererziehung und Berufsausbildung in der Rentenversicherung nicht höher bewertet werden, befand der Finanzwissenschaftler.

Politische "Schmutzelemente" im Sozialsystem

Diese und andere "Schmutzelemente" seien von Politikern über die Jahrzehnte in die Sozialsysteme hineingetragen worden, monierte Raffelhüschen. Dies seien familienpolitische Leistungen, die eigentlich über Steuern finanziert werden müssten. "Dann würden sich auch Reiche und Beamte an der Umverteilung beteiligen." Zudem ließen sich so auch die Rentenbeiträge um bis zu 1,5 Prozentpunkte senken. Insgesamt würden in den Sozialversicherungen über 60 Milliarden Euro zwischen den verschiedenen Einkommensgruppen verteilt, auch von unten nach oben, hieß es.

SPD: Vorschläge sind mehr als zynisch

Die SPD-Gesundheitsexpertin Elke Ferner nannte die Vorschläge der INSM "mehr als zynisch". Insbesondere die Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung würde eine "Aufkündigung des Solidarprinzips in der gesetzlichen Krankenversicherung" bedeuten.

Das größere Problem sei die Ehegattenbesteuerung, die eine Arbeitsaufnahme für viele Ehefrauen nicht lohnend mache. Beim sogenannten Ehegattensplitting werden viele arbeitende Frauen stärker besteuert und erhalten dadurch netto weniger Geld. Ferner bekräftigte zudem die Forderung der SPD nach Mindestlöhnen: "Die Sozialversicherungen hätten so Mehreinnahmen, die in die Milliarden gehen."

Anzeige 
Jetzt Autokosten senken

Kfz-Versicherung wechseln und viele hundert Euro sparen. Versicherungsvergleich starten

 
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht

Top Partner

Anzeige
Video des Tages
Ein Herz und eine Seele 
Hund und Elefant sind die besten Freunde

Die Elefantendame "Bubbles" liebt es mit ihrer Freundin "Bella" zu baden. Video

Doppelhaushälfte 
Erdrutsch teilt Haus langsam in zwei Teile

Seit einer Woche bewegen sich die Erdmassen gemächlich den Hang hinab. mehr

Anzeige 
Sie brauchen Zahnersatz?

Sogar fehlende Zähne sind mitversichert.
Ein Angebot von ERGO Direkt

Shopping 
Schrei vor Glück: Schuhe, Mode u.v.m. von Topmarken

Jetzt die neuen Kollektionen auf zalando.de entdecken - Versand gratis. zum Zalando-Special

Anzeige


Anzeige