21.11.2011, 16:29 Uhr | dapd, dpa, t-online, dpa, dapd, t-online.de
Warten bis der Arzt kommt! (Quelle: imago)
Ein Besuch beim Arzt bedeutet in der Regel: warten und Geduld haben. Auch bei der Vergabe von Arztterminen müssen Kassenpatienten mit einer längeren Wartezeit rechnen. Gut jeder fünfte gesetzlich Versicherte (22 Prozent) muss laut einer Studie der Forschungsgruppe Wahlen mehrere Wochen auf einen Arzttermin warten. Die meisten unter den 2000 befragten Versicherten gaben zwar an, keine Probleme mit der Warterei zu haben, dennoch versprechen die Ärzte Abhilfe.
In der Versichertenbefragung kam heraus, dass fast jeder vierte gesetzlich Versicherte (24 Prozent) mehr als drei Wochen auf einen Termin beim Facharzt warten müsse. Bei Privatversicherten waren es lediglich fünf Prozent. 19 Prozent der Kassenpatienten mussten für den Besuch eines Facharztes keine Wartezeit hinnehmen. Unter Privatpatienten gab es bei 31 Prozent keine Verzögerung in der Behandlung.
In der Praxis mussten zuletzt 27 Prozent länger als eine halbe Stunde warten, davon neun Prozent länger als eine Stunde. Bei den Privatversicherten mussten lediglich 14 Prozent länger als eine halbe Stunde warten.
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Andreas Köhler, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) räumte ein, es gebe Fälle, in denen Patienten eindeutig zu lange warten müssten. "Für sie müssen wir noch Lösungen finden." Rund die Hälfte der gesetzlich Versicherten werde aber sofort behandelt oder war in Praxen ohne Terminvergabe. "Von den Übrigen fanden über Dreiviertel die Wartezeit nicht zu lang", hielt Köhler fest.
Trotz der langen Wartezeiten ist das Vertrauen in die Ärzte insgesamt groß, wie die Umfrage weiter ergab. 47 Prozent der Patienten empfinden das Verhältnis zu ihrem Arzt als "sehr gut". Weitere 44 Prozent halten das Verhältnis für "gut". Vor einer Pleite ihrer Krankenversicherung fürchten sich nur vier Prozent der gesetzlich Versicherten während 93 Prozent der Befragten aus dieser Gruppe nicht an eine Insolvenz ihrer Kasse glauben.
Ärzte werden im Internet nur selten für ihre Arbeit kritisiert. Lediglich zehn Prozent der Deutschen gaben in der Umfrage an, digitale Bewertungsportale für Ärzte bereits genutzt zu haben. Immerhin 44 Prozent der Nutzer halten die Portale allerdings für hilfreich. Die Nutzung sei bislang "ausgesprochen zurückhaltend", hieß es abschließend.
Quelle: dapd, dpa, t-online, dpa, dapd, t-online.de
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