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Lebensversicherungen, Berufsunfähigkeit: Unisex-Tarife machen Versicherungen teurer

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Versicherungen: Unisex-Tarife machen Policen teurer

21.08.2012, 10:53 Uhr | AFP, t-online.de

Lebensversicherungen, Berufsunfähigkeit: Unisex-Tarife machen Versicherungen teurer. Viele Versicherungstarife werden teurer - für Männer andere als für Frauen  (Quelle: Archiv)

Viele Versicherungstarife werden teurer - für Männer andere als für Frauen (Quelle: Archiv)

 

Versicherer müssen ab dem 21. Dezember 2012 ihre Prämien neutral gestalten und dürfen zwischen Frauen- und Männer-Tarifen nicht mehr differenzieren. Doch die Policen werden dadurch nicht billiger. Für Neu-Kunden bringen die Unisex-Tarife teils deutliche Preisaufschläge mit sich. Welche Policen für Frauen teurer werden und welche für Männer.

Männer dürfen beispielsweise bei Abschluss einer neuen Berufsunfähigkeitsversicherung oder einer Pflegezusatzversicherung mit Teuerungen von bis zu 40 Prozent rechnen, wie die Zeitschrift "Finanztest" in ihrer September-Ausgabe berichtet. Für Frauen verteuern sich demnach vor allem Risiko-Lebensversicherungen.

Preise gehen nach oben

Versicherungskonzerne nutzten diese Aufhebung der Geschlechterdiskriminierung zu ihren Gunsten, berichtet "Finanztest": "Die Preise gehen deutlich nach oben - dort, wo es billiger werden muss, aber nur mäßig nach unten." Das ist das Ergebnis einer Stichprobe bei großen Versicherungsunternehmen.

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Voraussichtlich etwas günstiger würden durch die neue Preisgestaltung für Männer die Policen für Risikolebensversicherungen. Frauen könnten bei der Rürup-Rentenversicherung für Selbstständige sowie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung profitieren. Zudem dürften die Beiträge für private Krankenversicherungen sinken.

Frauen müssen das Risiko der Männer mittragen

Bei Risikolebensversicherungen hingegen müssten Frauen künftig bis zu 55 Prozent drauflegen. Bisher hätten sie wegen ihrer höheren Lebenserwartung weniger gezahlt als Männer. Künftig müssten Frauen das Risiko der Männer mittragen.

Da allerdings bei Policen dieser Art die Leistungen im Wesentlichen gleich seien, "ist der Preis das wichtigste Kriterium bei der Auswahl", raten die Autoren von Stiftung Warentest zum Angebotsvergleich. Günstig sei es aber wohl für Frauen, die eine Risikolebenspolice bräuchten, wenn sie diese noch vor dem 21. Dezember abschließen würden.

Laut "Finanztest" ist eine Risikolebensversicherung vor allem für Menschen sinnvoll, die Angehörige absichern wollen. In erster Linie seien dies junge Paare und Familien.

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Gesunde müssen weniger zahlen

Besonders günstige Tarife gibt es für Personen, die gesund sind, kein Übergewicht haben und keinem riskanten Hobby nachgehen. Wer raucht, zahlt mehr. So bezahlt eine 34-jährige Nichtraucherin derzeit für einen Vertrag mit 20 Jahren Laufzeit und 150.000 Euro Versicherungssumme beim günstigsten Anbieter 78 Euro im Jahr, beim teuersten 261 Euro. Eine gleichaltrige Raucherin zahlt beim günstigsten Anbieter 181 Euro, beim teuersten 401 Euro.

Männer müssen das Risiko der Frauen mittragen

In der privaten Rentenversicherung müssen dagegen die Männer mit Aufschlägen rechnen. Denn jetzt müssen sie die längere Lebenserwartung der Frauen mittragen. Ein vorzeitiger Abschluss kann sich also lohnen. Für Frauen dürfte der Versicherungsbeitrag dagegen günstiger werden.

Für eine Autoversicherung hingegen müssen Fahranfängerinnen mehr zahlen. Bisher sind die Beiträge für Frauen günstiger, da sie weniger Unfälle verursachen.

Die Umstellung auf Unisex gilt derweil nur für Neuverträge. Altverträge bleiben von der Umstellung ausgenommen, wenn im Vertrag ausdrücklich eine Option auf Veränderung eingebaut ist, schreibt die "Finanztest".

Den kompletten Artikel zum Thema Unisex-Tarife finden Sie in der aktuellen Ausgabe von "Finanztest" (9/2012)

 
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