16.10.2012, 16:52 Uhr | dpa-AFX, t-online.de
Der Internetriese Google soll nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) Gespräche mit deutschen Versicherern über den Aufbau eines deutschsprachigen Online-Vergleichsportals führen. Das Angebot könnte das Geschäft von Internet-Versicherern und Vergleichsportalen durcheinanderwirbeln.
Der Konzern lote derzeit aus, ob die Unternehmen ihre Tarife dort listen lassen würden, berichtete die "FTD". Der Markt für Preisvergleichsportale für Versicherungen boomt derzeit. So können Kunden etwa beim Wechsel ihrer Kfz-Versicherung leicht hunderte Euro sparen, wenn sie vom teuersten zum günstigsten Versicherer wechseln. Dies geht aus mehreren Studien hervor, die in den vergangenen Wochen veröffentlicht wurden.
Selbst zwischen dem mittleren und dem günstigsten Angebot für eine Kfz-Versicherung lägen im Schnitt noch fast 200 Prozent, zitierte die "Financial Times Deutschland" zuletzt Professor Fred Wagner vom Institut für Versicherungslehre der Uni Leipzig. Die meisten Kfz-Versicherungsverträge sind zum Jahresende kündbar. Daher rollt in diesem Segment derzeit die nächste Wechselwelle an. Aber auch für andere Angebote wie Haftpflicht- oder Krankenversicherungen bieten die Portale Vergleiche an.
Vergleichsportale wie Check24, ino24 und Transparo finanzieren sich aus Provisionen, die die Versicherer ihnen für die Vermittlung der Kunden bezahlen. Die Ergebnislisten sind dabei mit Vorsicht zu genießen. Das Deutsche Institut für Service-Qualität ermittelte in einer Studie für den Nachrichtensender "n-tv" kürzlich erhebliche Unterschiede bei zehn untersuchten Portalen.
So lag der niedrigste Tarif beim jeweils günstigsten Vergleichsportal zwischen 25 und 42 Prozent unter den Tarifen, die andere Portale als preiswerteste Angebote ermittelten. Alle Portale kamen im vergangenen Jahr laut "FTD" auf rund 750.000 vermittelte Policen in der Autoversicherung, im Jahr 2012 dürften sie die Millionengrenze knacken.
Bei den Versicherern selbst spielt die Vermarktung im Internet eine immer größere Rolle. Wie wichtig die Konzerne dabei das Geschäft der Vergleichsportale nehmen, zeigt eine Übernahme aus dem vergangenen Jahr. Damals erwarben die Versicherer HUK Coburg, HDI und WGV die Mehrheit am Vergleichsportal Aspect Online.
Für die Versicherer und Vergleichsanbieter gibt es dabei einiges zu verdienen. Laut "FTD" kassieren die meisten deutschen Angebote pro vermittelten Vertrag rund 80 bis 100 Euro Provision von den Versicherern. Sie selbst zahlen dem Bericht zufolge kräftig an Google: Pro Klick auf eine Anzeige, die nach dem Suchwort "Autoversicherung" erscheint, seien in ruhigen Zeiten rund sechs Euro fällig, zur Wechselsaison im November bis zu 15 Euro.
keine gültigen Elemente gefunden!Da pro Vertrag bis zu 100 Klicks nötig sind, zahlten die Portale bereits heute Hunderte von Euro an Google. Von Google gab es zu dem Bericht nur die Standard-Reaktion: "Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Suche für Nutzer besser zu machen." Derzeit gebe es aber hierzu nichts Konkretes für Deutschland anzukündigen.
16.10.2012, 16:52 Uhr | dpa-AFX, t-online.de
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