14.06.2013, 15:45 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, dpa
Überschwemmungen bringen viel Leid und können verheerende und teure Schäden anrichten. Doch Versicherungen decken nur einen Teil davon ab. Deswegen wird zwischen Gesamtschäden für die Volkswirtschaft und den Schäden für die Versicherungswirtschaft unterschieden. Letztere sind in Industrieländern oft weitaus schwerwiegender, denn es gibt mehr Versicherungen, aber auch mehr Straßen, Schienen oder Fabrikanlagen. Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re listet die sechs teuersten Hochwasserkatastrophen für die Versicherer seit 1980 auf.
Ende 2011 trafen Überschwemmungen Thailand schwer. Die Gesamtschäden werden auf 43 Milliarden US-Dollar (heute 32 Milliarden Euro) geschätzt. Die versicherten Schäden belaufen sich auf 16 Milliarden Dollar. Es ist die bisher teuerste Hochwasserkatastrophe.
An zweiter Stelle findet sich das Hochwasser 2002 in Deutschland, Österreich, Tschechien, Ungarn, Moldawien, in der Schweiz und der Slowakei, das Schäden von 16,5 Milliarden Dollar verursachte, davon waren 3,4 Milliarden Dollar versicherte Schäden. In Deutschland allein lag der versicherte Schaden bei 1,8 Milliarden Euro.
Im Juni 2007 verwüsten Überschwemmungen in Großbritannien ganze Landstriche. Die gesamten Schäden summieren sich auf rund vier Milliarden Dollar, ein Großteil davon mussten die Versicherer mit drei Milliarden Euro tragen. Nur einen Monat später trifft es im Juli 2007 erneut das Vereinigte Königreich, wieder liegen die Gesamtschäden bei etwa vier Milliarden Dollar und die versicherten Schäden bei rund drei Milliarden Dollar. Zusammengerechnet liegen beide Hochwasser auf Platz 3.
Im Januar 2011 muss Australien schwere Überschwemmungen verkraften. Die Schäden summieren sich auf 2,8 Milliarden Dollar, davon sind knapp 1,9 Milliarden Dollar versichert - das bedeutet Platz vier. Gemessen am Gesamtschaden liegt das Hochwasser 2005 in Deutschland, Österreich, Frankreich, Ungarn, Slowenien und der Schweiz mit 3,3 Milliarden Dollar auf Rang fünf. Doch mit knapp 1,8 Milliarden Dollar liegen die versicherten Schäden niedriger.
Bei den aktuellen Überschwemmungen in Deutschland rechnen die Versicherungen mit höheren Sachschäden als beim Hochwasser im August 2002 (Platz 2). "Wir müssen davon ausgehen, dass der Schaden durchaus höher sein kann als bei der Elbe-Flut 2002", sagte der Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Alexander Erdland.
Eine Zahl lasse sich erst nennen, wenn das Wasser in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen abgelaufen und die Schäden sichtbar seien. Durch das Elbe-Hochwasser 2002 entstand nach GDV-Angaben in Privathaushalten und Unternehmen ein versicherter Schaden von 1,8 Milliarden Euro. Der volkswirtschaftliche Schaden wurde auf elf Milliarden Euro geschätzt.
Da viele Menschen keinen nötigen Versicherungsschutz besitzen, um die finanziellen Folgen künftig besser abfedern zu können, fordern die Justizminister der Länder und Wirtschaftsforscher eine Pflichtversicherung gegen Naturkatastrophen. Die Versicherungsbranche lehnt das aber strikt ab. Die Debatte wurde auch beim letzten großen Hochwasser 2002 geführt. T-Online.de erklärt, welche Versicherung trotzdem Schäden bezahlt, und wie sich Bürger in gefährdeten Gebieten vor bösen Überraschungen schützen können.
14.06.2013, 15:45 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, dpa
Kommentare
/ 11Top Partner
Diesen Artikel...
Mit diesem Clip ist das Mädchen ein kleiner Star im Internet. zum Video
Das skurrile Penthouse ist unter Steinen und Sträuchern verborgen. mehr
Erkunden Sie die neue T-Online.de und gewinnen Sie einen von 20 Tolino Shine eReader! mehr
Ci3-CPU, Windows 8, 1000 GB Speicher u.v.m. zum attraktiven Preis von 349,- €. bei MEDION
Hochwertige Apothekenkosmetik z.B. von Vichy, Eucerin, Avène usw. zu günstigen Preisen. mehr
Damenmode in bis zu 25 Spezialgrößen. Alle Modelle auch in Kurzgrößen. bei AtelierGS
Radio mit integrierter Wetterstation & nostalgischem Design für nur 29,99 €. bei Hugendubel.de